# Hybrid-DRG im Krankenhaus: Strategie & Umsetzung | RINKE+HENSSLER



URL: https://www.rinke-henssler.de/hybrid-drg

Description: Beratung für Krankenhäuser zu Hybrid-DRG (§ 115f SGB V): Potenzialanalyse auf §-21-Daten, Deckungsbeitrag je Engpassstunde, ambulanter Patientenpfad von Aufnahme bis Nachsorge, Abrechnung und Kostenstellen, Umsetzung im Klinikalltag – für OP, Herzkatheterlabor und Endoskopie.



## Page Content

# Hybrid-DRG: Der Erlös pro Fall sinkt. Wirtschaftlich wird es im Betrieb. Nicht in der Abrechnung.

Seit 2026 vergüten 69 Hybrid-DRG rund 900 Eingriffe sektorengleich. Für bislang stationäre Fälle heißt das: weniger Erlös je Fall. Zurückholen lässt sich das nur über die Stunde — und die entsteht in Aufnahme, Anästhesie, Aufwachraum und Entlassung, nicht im Abrechnungssystem.

[Erstgespräch vereinbaren](/kontakt)

[Die Gleichung verstehen](#gleichung)

Katalog 2026

69 Hybrid-DRG · 904 OPS

ergEBA, Stand 19.12.2025

Ehemals stationäre Fälle

rund ⅔ des früheren Erlöses

AOK-Analyse, Katalog 2024

Noch in stationären Strukturen

94 % der Häuser

DKI Krankenhaus Barometer 2025

Stationäre DRG

1 Fall je Engpassstunde

Hybrid-DRG im alten Takt

1 Fall je Engpassstunde

Hybrid-DRG im ambulanten Pfad

1,6 Fälle je Engpassstunde

Schematisch. Zwei-Drittel-Verhältnis: AOK-Analyse zum Katalog 2024, fall- und hausabhängig. Der Faktor 1,6 ist ein Beispiel — was in Ihrem Haus realistisch ist, entscheidet der Pfad davor und danach.

## Was zählt, ist die Stunde — nicht der Fall.

Den ersten Faktor können Sie nicht beeinflussen. Die beiden anderen entscheiden Sie im Betrieb.

Ergebnis

Deckungsbeitrag je Engpassstunde

muss steigen

Ausgeschrieben: Deckungsbeitrag je Engpassstunde = (Hybrid-Erlös − fallvariable Kosten) ÷ belegte Engpasszeit. Die Bündelung der Pauschale ist Vorgabe; die Kennzahl ist unsere betriebswirtschaftliche Empfehlung.

Fällt

### Erlös pro Fall

Bundeseinheitliche Pauschale, ohne Zusatzentgelte, ohne Wahlrecht. Für ehemals stationäre Fälle im Mittel rund zwei Drittel der alten DRG — fall- und hausabhängig.

Trägt

### Fälle je Engpassstunde

Die knappe Ressource ist nicht immer der OP: Laborstunde, Endoskopieplatz, oft der Aufwachbereich. Welche begrenzt, ist der erste Punkt, den wir messen.

Wird vergessen

### Fallvariable Kosten

Implantate, Material, Anästhesie und Überwachung liegen im Bundle. Wer im alten Verbrauchsmuster operiert, verliert den Deckungsbeitrag, bevor der Fall den Saal verlässt.

## «Wir haben versucht, schneller zu werden.»

Wer im Eingriffsbereich schneller taktet, ohne den Pfad davor und danach umzubauen, erlebt meist dasselbe.

der Häuser haben getrennte Warte- und Überwachungsbereiche.

### Der Eingriffsraum wartet auf den Aufwachbereich.

DKI 2025

erbringen Hybrid-Leistungen in primär stationären Strukturen.

### Ambulante Fälle laufen im stationären Takt.

DKI 2025

der Hybrid-DRG-Fälle 2024 hatten weiterhin mindestens eine Übernachtung.

### Die Entlassung scheitert an der Nachsorge.

AOK-Analyse 2026

haben ein eigenes Kostencontrolling für ambulante Leistungen.

### Die Kostenstelle kennt kein Ambulant.

DKI 2025

Prämedikation, Verfahren und Dienstplan sind auf Tage ausgelegt — die Pauschale vergütet Stunden.

### Die Anästhesie plant wie für Übernachter.

DGAI/BDA 2025

Kontextfaktoren und Kombinationseingriffe kippen die Zuordnung. Wer erst danach prüft, sieht es auf der Rechnung.

### Der OPS steht im Katalog — der Fall groupiert trotzdem nicht.

KBV 2026

Sechs Symptome, eine Ursache: Der Pfad ist noch nicht ambulant gedacht.

## Taktung entsteht nicht im Eingriffsraum. Sie entsteht davor und danach.

Ein ambulanter Pfad ist eine Kette. Jedes Glied muss auf Stunden ausgelegt sein, bevor der erste Fall im neuen Takt läuft. Das ist der Vorgriff.

- 1 Fall identifizieren Grouperprüfung vor dem Eingriff

- 2 Aufnahme & Setting Ambulanter Weg ohne Station

- 3 Anästhesie Auf Stunden geplant

- 4 Eingriff OP · Katheterlabor · Endoskopie

- 5 Aufwachen Eigene Plätze, eigene Verantwortung

- 6 Entlassung & Nachsorge Kriterien stehen vor dem ersten Fall

- 7 Abrechnung & Kostenstelle Ein Verantwortlicher, eine Kostenstelle

Davor

Hier entsteht die Taktung.

Eingriffsraum

Hier wird meist optimiert.

Danach

Hier geht sie wieder verloren.

- 1 Fall identifizieren Grouperprüfung vor dem Eingriff

- 2 Aufnahme & Setting Ambulanter Weg ohne Station

- 3 Anästhesie Auf Stunden geplant ↑ Davor: hier entsteht die Taktung

- 4 Eingriff OP · Katheterlabor · Endoskopie ↑ Hier wird meist optimiert

- 5 Aufwachen Eigene Plätze, eigene Verantwortung

- 6 Entlassung & Nachsorge Kriterien stehen vor dem ersten Fall

- 7 Abrechnung & Kostenstelle Ein Verantwortlicher, eine Kostenstelle ↑ Danach: hier geht sie verloren

Stationär organisiert

4 Fälle

Ambulanter Pfad

6 Fälle

- Vorbereitung im Saal

- Eingriff (gleiche Dauer)

- Wechsel & Warten auf Aufwachplatz

Die Schnitt-Naht-Zeit ist in beiden Zeilen identisch. Zwei Fälle mehr entstehen ausschließlich davor und danach — und nur, wenn Aufwachplatz, Anästhesie und Entlassung mitziehen.

### Was außer der Taktung zählt

Mehr Fälle je Stunde sind der größte Hebel — aber nicht der einzige.

- Fallselektion Geeignete Fälle in den kurzen Pfad.

- Material & Implantate Liegen im Bundle — Einkauf gehört in die Kalkulation.

- Eigene Kostenstellen Ambulanten Verbrauch sichtbar machen statt mischen.

- Frei werdende Kapazität Nur ein Gewinn, wenn sie neu genutzt wird.

Welche Ressource in Ihrem Haus wirklich begrenzt, in welcher Reihenfolge Sie umbauen, welche Zielwerte realistisch sind — das ist Projektarbeit. Die Richtung steht hier. Das Wie erarbeiten wir mit Ihnen.

## Einmal ganz durchgerechnet: das Herzkatheterlabor.

23 Hybrid-DRG für Koronarinterventionen, Elektrophysiologie, Schrittmacher und ICD — die breiteste Neuaufnahme im Katalog 2026. Für diesen Bereich haben wir jeden Faktor der Gleichung quantifiziert: Erlösdelta je Prozedur, Jahreseffekt, Erlös je Laborstunde, Sachkostenanteil.

Der Rechner ist frei zugänglich; die detaillierten Empfehlungen senden wir Ihnen anschließend per E-Mail.

### Ambulantisierungs-Check Kardiologie

Erlösdelta, Jahreseffekt und Erlös je Laborstunde für Ihr Haus — in wenigen Minuten.

[Ihr Haus durchrechnen](/kardiologie)

Kürzer, ohne Zahlen: Quick-Check Herzkatheterlabor

## Andere Fachbereiche, dieselbe Gleichung.

69 Hybrid-DRG nach Fachbereich — und wo dort der zweite Faktor hängt.

- Kardiologie & Elektrophysiologie 23 Hebel: Laborstunde, Überwachungskonzept, Sachkostenanteil

- Viszeralchirurgie & Gastroenterologie 16 Hebel: Überwachungsdauer und Übernachtungsquote nach Laparoskopie

- Orthopädie, Unfall- & Fußchirurgie 9 Hebel: Implantat- und Materialanteil im Bundle

- Urologie & Andrologie 7 Hebel: Kurze Eingriffe, hohe Frequenz: Wechselzeit

- Gynäkologie 6 Hebel: Zwei-Tage-Fälle bewusst planen oder vermeiden

- Gefäßchirurgie & Gefäßmedizin 4 Hebel: Materialintensiv: Sachkostenmanagement

- Hämatologie, Onkologie & Biopsien 3 Hebel: Ambulante Überwachung und Nachsorge

- Pneumologie 1 Hebel: Enger Ausschnitt, je Fall im Grouper prüfen

Breite im Katalog (Preislistenpositionen, Anlage 2b, Stand 19.12.2025) — nicht Fallzahlen oder Erlösvolumen; die gibt es bundesweit noch nicht. Fachgebietszuordnung redaktionell.

### Nicht im Katalog 2026

HNO ohne eigenen Leistungsbereich; Routine-Gastroskopie und -Koloskopie nicht pauschal erfasst.

### Ab 2027

OPS-Auswahl 2027 steht seit 31.03.2026; Preise Anfang September 2026 offen. Ab 2028 mindestens 1,5 Mio. historische Fälle, bis 2030 schrittweise AOP-Niveau.

Vertiefend: Ambulantisierung im Krankenhaus · Ambulantes OP-Zentrum planen und betreiben

## Was Sie am Ende in der Hand haben.

Sechs Bausteine, jeder mit einem Ergebnis, mit dem die Geschäftsführung entscheiden kann.

### Hybrid-DRG-Potenzial bestimmen

Grouper-Simulation auf Ihren §-21-Daten für 2026 und 2027 — statt Katalogvermutungen.

Ihr konkreter Nutzen

- Fallliste je Fachabteilung

- Erlösdelta je Leistungsgruppe

- Entscheidungsvorlage für die Geschäftsführung

### Deckungsbeitrag je Engpassstunde berechnen

Erlös, fallvariable Kosten und belegte Zeit je Bereich zusammengerechnet, nicht geschätzt.

Ihr konkreter Nutzen

- Business Case je Bereich

- Sensitivitäten für Taktung, Material und Übernachtungsquote

- Ziel-Kennzahlen

### Den ambulanten Pfad ordnen

Von der Fallidentifikation bis zur Nachsorge: ein Pfad, der auf Stunden ausgelegt ist.

Ihr konkreter Nutzen

- Soll-Pfad Aufnahme bis Nachsorge

- Entlasskriterien und Eskalationsweg

- Rollen für Operateur, Anästhesie und Aufwachbereich

### Den Engpassbereich auslegen

Kapazität, Personal und Fläche für OP, Katheterlabor, Endoskopie und Überwachung.

Ihr konkreter Nutzen

- Kapazitäts- und Flächenkonzept

- Varianten mit Bewertung

- Investitionsrahmen

### Abrechnung und Kostenstellen aufsetzen

Grouperprüfung vorab, §-301-Pfad, Erlösaufteilung — und eine Kostenstelle, die zeigt, ob es trägt.

Ihr konkreter Nutzen

- Abrechnungsprozess mit Verantwortlichem

- Aufteilungsregel Operateur/Anästhesie

- Ambulante Kostenstelle

### Umsetzung im Klinikalltag begleiten

In Etappen, mit Kennzahlen ab dem ersten Tag.

Ihr konkreter Nutzen

- Etappenplan

- Kennzahlen-Monitoring ab Tag 1

- Wirkungsnachweis

[Alle Kompetenzfelder ansehen](/kompetenzfelder)

## Aus der Betreiberverantwortung, nicht aus der Theorie.

Wir haben ambulante Zentren gegründet und Kliniken geführt, bevor wir sie beraten haben. Was auf dieser Seite steht, haben wir in der Verantwortung erlebt — inklusive der Fehler.

### Jascha Rinke

Geschäftsführer · Gesundheitsökonom MBA

Mitgründer und ehemaliger geschäftsführender Gesellschafter der Praxisklinik im Südpark — einer der leistungsstärksten operativen Einrichtungen Deutschlands.

[jr@rinke-henssler.de](mailto:jr@rinke-henssler.de?subject=Hybrid-DRG%20%E2%80%93%20Erstgespr%C3%A4ch)

### Philipp Henßler

Geschäftsführer · Gesundheitsökonom MBA

Ehemaliger kaufmännischer Klinikdirektor; kennt Klinik- und MVZ-Alltag aus der Verantwortungsperspektive — mit allen Zielkonflikten zwischen Erlös, Personal und Struktur.

[ph@rinke-henssler.de](mailto:ph@rinke-henssler.de?subject=Hybrid-DRG%20%E2%80%93%20Erstgespr%C3%A4ch)

Herausgeber des Fachbuchs «Ambulante Transformation im OP» (MWV) und Hosts des Podcasts SO GEHT AMBULANT . Zum Hybrid-DRG-Deckel 2030: unser Whitepaper .

## Was Geschäftsführungen zu Hybrid-DRG wissen wollen.

Drei Themenbereiche — springen Sie direkt zu dem, der Sie gerade beschäftigt.

- Katalog & Recht 2026 6

- Wirtschaftlichkeit & Betrieb 6

- Zusammenarbeit mit RINKE+HENSSLER 4

### Katalog & Recht 2026

Welche Leistungen sind 2026 Hybrid-DRG?

Der Katalog 2026 umfasst 69 Hybrid-DRG mit 904 OPS-Kodes. Neu bzw. wesentlich erweitert sind Koronarinterventionen, elektrophysiologische Untersuchungen und Ablationen, Schrittmacher- und Defibrillator-Eingriffe, periphere Gefäßinterventionen, laparoskopische Appendektomie und Cholezystektomie sowie Frakturreposition und Osteosynthese. Bestehende Bereiche wie Hernien, Arthroskopien und Arthrodesen wurden ausgeweitet. Verbindlich sind die offizielle OPS-Liste und die Vergütungsliste (Anlage 2b) in der Fassung vom 19.12.2025.

Was hat sich von 2025 auf 2026 geändert?

Der Katalog ist von 583 auf 904 OPS-Kodes gewachsen. Neu sind eine stärkere Schweregraddifferenzierung und die Einbeziehung von Fällen mit einer Verweildauer bis zwei Tage. Weil sich GKV-Spitzenverband, DKG und KBV nicht einigten, hat der ergänzte erweiterte Bewertungsausschuss Katalog und Preise festgesetzt (Beschluss vom 11.11.2025). Die Hybrid-DRG-Verordnung von 2023 galt nur für 2024 — eine «Verordnung 2026» gibt es nicht.

Muss ein Krankenhaus Hybrid-DRG abrechnen, oder gibt es ein Wahlrecht?

Es gibt kein Wahlrecht. Groupiert ein Fall in eine Hybrid-DRG, darf die Kernleistung nicht alternativ nach EBM oder AOP-Vertrag abgerechnet werden. Das gilt unabhängig davon, ob der Patient ambulant oder mit Übernachtung behandelt wurde. Krankenhäuser rechnen elektronisch nach § 301 mit Aufnahmegrund 12 ab; die Kasse zahlt binnen fünf Tagen.

Ein OPS steht im Katalog — ist der Fall dann automatisch eine Hybrid-DRG?

Nein. Der OPS eröffnet nur die Prüfung. Ob der Fall tatsächlich in eine Hybrid-DRG groupiert, entscheidet ein zertifizierter Grouper anhand von ICD-10-GM, allen OPS, Alter, Geschlecht, Verweildauer und Kontextfaktoren. Komorbidität, Kombinationseingriffe oder bestimmte Zusatzentgelt-Konstellationen können die Zuordnung verhindern. Wer erst nach dem Eingriff prüft, entdeckt das auf der Rechnung — deshalb gehört die Grouperprüfung an den Anfang des Pfads.

Was ist in der Hybrid-DRG-Pauschale enthalten?

Die Pauschale ist nur einmal je Fall berechnungsfähig und umfasst alles im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Eingriff: OP, perioperative Anästhesie, Labor, intraoperative Histologie, Bildgebung, postoperative Überwachung, Arznei- und Sachmittel einschließlich Implantate, Unterkunft und Verpflegung sowie die Abschlussuntersuchung. Zusatzentgelte sind ausgeschlossen. Erfolgt die Nachbehandlung binnen 21 Tagen im operierenden Krankenhaus, kommen 30 Euro hinzu. Das Pflegebudget bleibt bei Krankenhaus-Hybridfällen unberührt.

Wie geht es 2027 und 2028 weiter?

Die OPS-Auswahl für 2027 steht seit der Vereinbarung vom 31.03.2026 und baut auf dem Katalog 2026 auf; Preise und Schweregrade waren Anfang September 2026 noch nicht vereinbart (gesetzliche Frist 15.09.). Ab 2028 sollen mindestens 1,5 Mio. historische stationäre Fälle erfasst werden, ab 2030 mindestens 2 Mio.; dazu kommen ab 2028 Kurzzeitfallpauschalen nach § 17b Abs. 2a KHG. Die Vergütung soll bis 2030 schrittweise das Niveau der AOP-Leistungen erreichen. Der erste gesetzliche Evaluationsbericht ist zum 31.12.2026 vorgesehen.

### Wirtschaftlichkeit & Betrieb

Wie groß ist die Erlösdifferenz zur stationären DRG?

Eine bundesweit gültige Prozentzahl für 2026 gibt es nicht. Die bislang stärkste Abrechnungsanalyse auf AOK-Daten zeigt für ehemals stationäre Fälle des Startkatalogs 2024 im Mittel rund zwei Drittel der früheren stationären Vergütung — fall- und hausabhängig. Umgekehrt wurden Fälle, die zuvor als Krankenhaus-AOP liefen, etwa doppelt so hoch vergütet. Ein belastbares Delta für Ihr Haus braucht den konkreten Grouperfall, den alten DRG-Erlös mit Landesbasisfallwert und Zusatzentgelten sowie die tatsächlich enthaltenen Sachkosten.

Warum «Deckungsbeitrag je Engpassstunde» statt «Erlös pro Stunde»?

Weil die Pauschale Material, Implantate, Anästhesie und Überwachung bündelt und ambulante Sachkosten in der Kalkulation 2026 ausdrücklich nicht einbezogen wurden. Wer nur den Erlös je Stunde betrachtet, übersieht, dass ein materialintensiver Eingriff den Deckungsbeitrag verlieren kann, bevor er den Saal verlässt. Die Kennzahl «Deckungsbeitrag je Engpassstunde» rechnet Erlös, fallvariable Kosten und belegte Zeit der knappen Ressource zusammen — und zeigt, was ein dichterer OP-Plan allein nicht zeigt.

Reicht es, den OP-Plan dichter zu takten?

In der Praxis nein. Im Sommer 2025 erbrachten 94 % der befragten Häuser Hybrid-Leistungen noch in regulären, primär stationären Strukturen; nur 16 % hatten einen separaten OP-Raum, 14 % getrennte Überwachungsbereiche, 8 % feste Personalpools. Wer in dieser Ausgangslage schneller taktet, verschiebt den Engpass in den Aufwachbereich, die Anästhesie oder die Entlassung. Taktung entsteht davor und danach — in einem Pfad, der auf Stunden ausgelegt ist.

Welche Fachbereiche sind am stärksten betroffen?

Nach Breite im Katalog 2026 liegt die Kardiologie mit Elektrophysiologie vorn (23 Hybrid-DRG), gefolgt von Viszeralchirurgie, Proktologie und Gastroenterologie (16), Orthopädie und Unfallchirurgie (9), Urologie (7), Gynäkologie (6) und Gefäßmedizin (4). Diese Reihenfolge misst Preislistenpositionen, nicht Fallzahlen oder Erlösvolumen — eine bundesweite Fallstatistik 2026 existiert noch nicht. HNO hat 2026 keinen eigenen Leistungsbereich.

Ist Hybrid-DRG dasselbe wie Ambulantisierung?

Nein. Hybrid-DRG ist ein Vergütungsweg, Ambulantisierung eine Betriebsform. 2024 hatten 28 % der als Hybrid-DRG vergüteten Krankenhausfälle weiterhin mindestens eine Übernachtung — abgerechnet wurde ambulant, organisiert stationär. Wirtschaftlich trägt das Modell erst, wenn der Betrieb dem Vergütungsweg folgt: kurzer Aufenthalt, getrennter Pfad, eigene Kostenstelle.

Wer rechnet ab — Operateur oder Anästhesie?

Nur ein Beteiligter bzw. eine Einrichtung rechnet die Pauschale einmalig ab. Die Aufteilung zwischen Operateur, Anästhesie und weiteren Beteiligten muss vertraglich und organisatorisch geregelt sein; BDA und BDC haben dafür eine unverbindliche Empfehlung veröffentlicht, die unter anderem danach unterscheidet, wer den Aufwachraum betreibt. Ungeklärte Aufteilung ist einer der häufigsten Gründe, warum der Pfad im Alltag hakt.

### Zusammenarbeit mit RINKE+HENSSLER

Wie startet ein Hybrid-DRG-Projekt mit RINKE+HENSSLER?

Mit einem unverbindlichen Erstgespräch zu Ausgangslage und Dringlichkeit. Meist folgt eine fokussierte Potenzialanalyse auf Ihren §-21-Daten mit Grouper-Simulation für 2026 und 2027 — sie liegt im Bereich weniger Wochen und liefert der Geschäftsführung eine Entscheidungsgrundlage: welche Fälle betroffen sind, wie groß das Erlösdelta je Leistungsgruppe ist und wo der Engpass liegt.

Welche Daten brauchen wir dafür?

Den §-21-Datensatz und, wo vorhanden, Ihre AOP- und Kostenstellendaten. Den Grouperlauf, die Bereinigung und die Zuordnung zu Leistungsgruppen übernehmen wir. Für den Deckungsbeitrag je Engpassstunde erheben wir Prozesszeiten und fallvariable Kosten gemeinsam mit Ihren Bereichen — das ist der Teil, den keine Datenbank ersetzt.

Was macht der Kardiologie-Rechner, und was kostet er?

Der Ambulantisierungs-Check Kardiologie ist frei zugänglich. Sie geben Fallzahlen und Ihr heutiges Abrechnungsregime ein und sehen Erlösdelta je Prozedur, Jahreseffekt und Erlös je Laborstunde für Ihr Haus. Die detaillierten Empfehlungen zu Struktur, Prozess und Abrechnung senden wir Ihnen anschliessend per E-Mail. Für andere Fachbereiche rechnen wir dieselbe Logik im Projekt.

Arbeitet RINKE+HENSSLER auch mit MVZ und Praxiskliniken?

Ja. Für ambulante Leistungserbringer ist Hybrid-DRG häufig eine Chance: Fälle, die bisher nach EBM oder AOP vergütet wurden, werden unter der Pauschale oft besser vergütet. Die Betriebsfrage ist dort eine andere — Taktung und Prozesse sind meist da, es geht um Grouperfähigkeit, Abrechnungspfad und die Frage, welche Leistungen sich mit der Pauschale tragen.

## Stand: 2. September 2026

Katalog, Preise und Rechtsstand ändern sich jährlich; die Vergütung 2027 war zum Stichtag noch nicht vereinbart. Wir aktualisieren diese Seite nach der jeweils neuen Vereinbarung. Alle Zahlen auf dieser Seite stammen aus den genannten Quellen — keine Schätzungen, keine Hochrechnungen von uns.

- § 115f SGB V — Spezielle sektorengleiche Vergütung Gesetzestext in der Fassung vom 24.07.2026

- Hybrid-DRG 2026: Leistungskatalog und Vergütung (ergEBA-Beschluss) KBV-Lesefassung, Stand 19.12.2025 — 69 Hybrid-DRG, 904 OPS, Abrechnungsregeln

- Umsetzungsvereinbarung Krankenhaus (GKV-Spitzenverband / DKG) Vom 17.12.2025, gültig 2026 — § 301, Fallzusammenführung, Pflegebudget

- Hentschker et al.: Effekte der Hybrid-DRG-Einführung (AOK-Daten) Monitor Versorgungsforschung, 31.01.2026 — Erlösdelta, Fallzahlen, Übernachtungsquote 2024

- DKI Krankenhaus Barometer 2025 Veröffentlicht 29.12.2025, n = 376 — Strukturen, Kostendeckung, Umsetzungsstand

- InEK Abschlussbericht aG-DRG 2026 Vom 18.12.2025 — Katalogpotenzial auf historischen Daten, Kalkulationsgrundlagen

## Reden wir über Ihre Hybrid-DRG-Fälle. Und über den Betrieb dahinter.

Welche Fälle groupieren, wo Ihr Engpass liegt, was der Pfad davor und danach braucht: In einem ersten Gespräch klären wir, wo Ihr Haus heute steht und welcher Schritt jetzt sinnvoll ist. Unverbindlich.

[Erstgespräch vereinbaren](mailto:ph@rinke-henssler.de?subject=Hybrid-DRG%20%E2%80%93%20Erstgespr%C3%A4ch)

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Ihr Ansprechpartner

Philipp Henßler

Geschäftsführer RINKE+HENSSLER GmbH

[ph@rinke-henssler.de](mailto:ph@rinke-henssler.de)

[+49 211 81973162](tel:+4921181973162)

Düsseldorf · Kirchheim unter Teck

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