# Spitalberatung Schweiz | Ambulantisierung, TARDOC & EFAS | RINKE+HENSSLER



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Description: Beratung für Schweizer Spitäler zu Ambulantisierung, TARDOC, ambulanten Pauschalen und EFAS: Spitalstrategie, ambulante Prozesse, OP-Planung und Betriebsorganisation — von der Analyse bis zur Umsetzung im Spitalalltag.



## Page Content

# Ambulante Transformation für Schweizer Spitäler. Aus der operativen Umsetzung. Nicht aus der Theorie.

TARDOC, ambulante Pauschalen und EFAS verändern die Spielregeln — gleichzeitig. Wir helfen Spitälern, daraus wirtschaftlich tragfähige ambulante Strukturen aufzubauen: von der Spitalstrategie bis zur Betriebsführung im Spitalalltag.

Mit operativer Verantwortung aus Deutschland, wo die Ambulantisierung bereits einige Jahre weiter ist — und mit einem Schweizer Beirat, der den Spitalbetrieb und die Systemlogik der Schweiz von innen kennt.

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Tarifrealität seit 2026

TARDOC & Pauschalen

«Ambulant vor stationär»

18–19 Eingriffsgruppen

Ambulante Kontakte 2016–2023

+24,1 %

- 1 Heute Tarifumstellung, Verlagerungsdruck, offene Fragen zum Leistungsauftrag

- 2 Ambulante Potenziale Leistungsspektrum und Tarifwirkung des eigenen Spitals sichtbar machen

- 3 Tragfähige Struktur Versorgungspfade, Ambulatorium und Flächen darauf ausrichten

- 4 Wirtschaftlicher Betrieb Betriebsführung und Kennzahlen im Spitalalltag verankern

## Vier Treiber — und sie greifen gleichzeitig.

Die Herausforderung besteht nicht darin, einzelne Tarife zu verstehen — sondern das Spital organisatorisch darauf auszurichten.

- TARDOC ersetzt die bisherige Tariflogik. Leistungserfassung, Dokumentation und Taxpunkt-Logik müssen neu gedacht werden.

- Ambulante Pauschalen standardisieren. Ressourcenintensive Behandlungen brauchen kalkulierte Pfade statt gewachsener Abläufe.

- EFAS verändert die Finanzierungslogik. Sektorübergreifende Steuerung gewinnt an Bedeutung — ambulant und stationär gemeinsam.

- «Ambulant vor stationär» wächst weiter. Verlagerung ist nicht mehr Option, sondern Teil des Versorgungsauftrags.

## Was die Reformen für den Spitalbetrieb bedeuten.

Schweizer Spitäler stehen nicht vor einer einzelnen Reform, sondern navigieren durch eine mehrjährige Neuordnung, in der Tariffragen, Finanzierungslogiken, Versorgungsstrukturen und Standortentscheidungen ineinandergreifen.

### Das ambulante Gesamttarifsystem

Seit Anfang 2026 bilden TARDOC und die ambulanten Pauschalen gemeinsam das ambulante Gesamttarifsystem und lösen TARMED ab. Je Behandlung kommt jeweils eines der beiden Systeme zur Anwendung — entweder der Einzelleistungstarif TARDOC oder eine ambulante Pauschale, nicht beides gleichzeitig.

Konsequenz für das Spital

Für das Spital verändern sich Steuerungslogik, Dokumentation und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung gleichzeitig. Wer ambulante Leistungen kostendeckend erbringen will, muss beide Abrechnungslogiken beherrschen und seine Versorgungspfade darauf auslegen.

### Ambulante Pauschalen

Die Pauschalen standardisieren insbesondere ressourcenintensive ambulante Behandlungen: Statt Einzelleistungen wird eine definierte Leistungsgruppe pauschal vergütet. Aushandlung und Weiterentwicklung erfolgen zwischen den Tarifpartnern.

Konsequenz für das Spital

Standardisierte Vergütung verlangt standardisierte Abläufe. Wo Prozesszeiten, Materialeinsatz und Personalbindung nicht kalkuliert sind, entscheidet der Zufall über die Deckung — nicht die Leistung.

### «Ambulant vor stationär»

Die AvS-Regelungen werden auf Bundes- und Kantonsebene laufend weiterentwickelt — inzwischen 18, in einzelnen Kantonen 19 Eingriffsgruppen. Die Ausgestaltung erfolgt kantonal unterschiedlich.

Konsequenz für das Spital

Die ambulante Durchführung ist bei vielen elektiven Eingriffen keine Option mehr, sondern Teil des Versorgungsauftrags. Spitäler müssen ihr Leistungsportfolio kantonsspezifisch prüfen und ambulante Kapazitäten verlässlich bereitstellen.

### EFAS ab 2028

Mit der einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen verändert EFAS die Finanzierungslogik zwischen den Sektoren. EFAS ist beschlossen und tritt ab 2028 stufenweise in Kraft.

Konsequenz für das Spital

Die Bedeutung sektorübergreifender Steuerung nimmt zu: Ambulant und stationär lassen sich nicht länger getrennt optimieren. Entscheidungen zu Leistungsauftrag, Portfolio und Investitionen wirken in diese neue Logik hinein — auch wenn die Effekte je Spital noch nicht abschliessend einzuschätzen sind.

### Ambulante Leistungserbringung wächst

Die ambulanten Kontakte in Schweizer Spitälern haben von 2016 bis 2023 um 24,1 % zugenommen. Der Wandel ist längst im Gang, unabhängig von der Tarifreform.

Konsequenz für das Spital

Wo ambulante Leistungen zunehmen, verändert sich die Erlöslogik grundlegend: Der Versorgungsauftrag bleibt, die Finanzierung folgt neuen Regeln. Ohne belastbare Kalkulation entsteht Volumen ohne Deckung.

### Ambulatorium als Strukturfrage

Verlagerte Eingriffe brauchen einen Ort: ein Ambulatorium oder klar getrennte ambulante Bereiche innerhalb des Spitals — organisatorisch, räumlich und in der Führung eigenständig.

Konsequenz für das Spital

Ambulante Versorgung im stationären Takt zu betreiben, kostet Deckungsbeitrag. Entscheidend ist, ambulante Abläufe wirklich zu entkoppeln, statt sie als verkürzte stationäre Prozesse zu führen.

Spitäler, die diesen Wandel gestalten wollen, brauchen Partner, die Ambulantisierung aus der Umsetzung heraus verstehen — und wissen, wie Tariflogik, kantonale Versorgung und Reformdynamik im Spitalalltag zusammenwirken.

## Deutschland war der Vorläufer.

In Deutschland begleiten wir Kliniken seit Jahren durch eine strukturell vergleichbare Dynamik: erweiterte Kataloge, neue Vergütungslogiken, wachsender Verlagerungsdruck.

Diese Umsetzungserfahrung übertragen wir nicht 1:1 — wir ordnen sie in den Schweizer Kontext ein. Gerade weil Deutschland viele Entwicklungen früher erlebt hat, kennen wir typische organisatorische Fehler und deren Lösungen.

Tarifstruktur, kantonale Versorgung, die Rolle der Tarifpartner und die Entscheidungswege zwischen Kanton, Verband und Spital folgen in der Schweiz einer eigenen Logik. Genau dafür haben wir unseren Schweizer Beirat aufgebaut.

Ambulantisierung

Kataloge, die elektive Eingriffe in den ambulanten Bereich verlagern — und Häuser, die dafür Kapazitäten, Prozesse und Personal neu ordnen mussten.

Hybride Vergütung

Ambulante und stationäre Erlöslogiken parallel steuern, kalkulieren und im Controlling sauber trennen.

OP-Transformation

OP-Programme, Rüstzeiten und Flächen so auslegen, dass ambulante Eingriffe neben komplexer stationärer Versorgung verlässlich laufen.

Ambulante Versorgungspfade

Aufnahme, Vorbereitung, Eingriff, Überwachung und Entlassung als durchgängigen Pfad organisieren — nicht als verkürzten stationären Ablauf.

Vertiefend: Quick-Check OP , Kardiologie und Katheterlabor sowie unsere Fachbeiträge im Blog .

Gleiche Richtung, eigener Fahrplan

Deutschland hat vergleichbare Schritte früher durchlaufen. Die Schweiz geht sie unter eigenen tariflichen und kantonalen Rahmenbedingungen.

Deutschland

- 2023 AOP-Katalog erweitert Verlagerungsdruck auf elektive Eingriffe

- 2024 Hybrid-DRG eingeführt Sektorübergreifende Vergütungslogik

- seither Ambulante Zentren Eigene Strukturen statt Randbetrieb

- heute Prozessumbau Ambulante Pfade und Steuerung im Alltag

Schweiz

- 2026 TARDOC Neuer Einzelleistungstarif statt TARMED

- 2026 Ambulante Pauschalen Standardisierung ressourcenintensiver Eingriffe

- 2028 EFAS Veränderte Finanzierungslogik der Sektoren

- Aufgabe Betriebliche Transformation Ambulatorium, Pfade, Betriebsführung

Was sich übertragen lässt, sind nicht die Regeln, sondern die Erfahrung: welche organisatorischen Entscheidungen tragen — und welche sich später als Fehler erweisen.

## Wie aus ambulanter Strategie tragfähige Struktur wird.

Keine abstrakte Beratung, sondern Arbeit an Versorgungspfaden, Betriebsorganisation und Wirtschaftlichkeit — von der Potenzialanalyse bis zum laufenden Betrieb des Ambulatoriums.

### Betreibererfahrung statt Konzeptberatung

Wir haben selbst im OP gestanden, Kliniken geleitet und ambulante Einrichtungen geführt. Was wir empfehlen, haben wir in operativer Verantwortung erlebt.

### Umsetzungserfahrung statt Strategiepapier

Unsere Arbeit endet nicht mit dem Konzept. Wir bleiben dabei, bis Versorgungspfade, Betriebsführung und Kennzahlen im Spitalalltag tragen.

### Schweizer Einordnung im Team

Unser Beirat sorgt für strategisches Sparring und lokale Einordnung. Im Projektteam ist die Schweiz zusätzlich direkt vertreten — mit ZHAW-Ausbildung, mehreren Jahren im Kanton Zürich und Schweizerdeutsch.

## Was Ihr Spital am Ende in der Hand hat.

Wir bearbeiten ambulante Versorgung nicht als Regulierungsthema, sondern als Struktur- und Betriebsfrage: ambulante Prozesse, Betriebsorganisation und Wirtschaftlichkeit. Jedes Mandat endet mit Ergebnissen, mit denen die Spitalleitung entscheiden kann.

### Ambulante Potenziale bestimmen

Welche Leistungen lassen sich am eigenen Standort ambulant erbringen — und was bedeutet das für Portfolio, Leistungsauftrag und Spitalstrategie?

Ihr konkreter Nutzen

- Potenzialanalyse je Fachgebiet

- Priorisierte Verlagerungsliste

- Entscheidungsvorlage

### Ambulante Wirtschaftlichkeit berechnen

Was bedeuten TARDOC, ambulante Pauschalen und EFAS für die Erlöse des eigenen Spitals? Wir rechnen es durch, statt es zu schätzen — inklusive Taxpunktwert-Szenarien.

Ihr konkreter Nutzen

- Business Case je Szenario

- Deckungsbeitragsrechnung

- Sensitivitäten

### Versorgungspfade und OP-Prozesse ordnen

Ambulante Abläufe, die neben komplexer stationärer Versorgung verlässlich funktionieren: getrennt, standardisiert und steuerbar.

Ihr konkreter Nutzen

- Soll-Prozesse und Pfade

- OP-Programmlogik

- Umsetzungsschritte

### Ambulatorium und Flächen planen

Funktions- und Flächenkonzepte für Ambulatorien und OP-Bereiche — vom Umbau im Bestand bis zur Neukonzeption.

Ihr konkreter Nutzen

- Funktions- und Flächenprogramm

- Varianten mit Bewertung

- Investitionsrahmen

### Betriebsmodell und Betriebsführung aufsetzen

Organisationsform, Governance und Führungslogik für eine ambulante Leistungserbringung, die wirtschaftlich tragfähig bleibt.

Ihr konkreter Nutzen

- Betriebsmodell

- Kennzahlen-Set

- Rollen und Verantwortlichkeiten

### Umsetzung im Spitalalltag begleiten

Vom Zielbild in den Betrieb: Wir bleiben dabei, bis die neuen Abläufe im Alltag tragen — mit klaren Etappen und messbaren Ergebnissen.

Ihr konkreter Nutzen

- Roadmap mit Etappen

- Massnahmen-Controlling

- Wirkungsnachweis

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## Warum wir den Schweizer Markt nicht aus Deutschland erklären.

Wer im Schweizer Gesundheitswesen verantwortungsvoll arbeiten will, muss dessen Eigenlogik ernst nehmen. Unser Beirat ist deshalb kein Aushängeschild, sondern ein externes Beratungsgremium der Geschäftsführung — ohne operative Funktion, ohne Entscheidungs- oder Kontrollrechte, aber mit klarem Auftrag.

### Schweizer Systemlogik

Vergütungsstruktur, kantonale Unterschiede und Entscheidungswege zwischen Kanton, Verband und Spital — richtig eingeordnet statt aus deutscher Perspektive übertragen.

### Ehrliches Sparring

Annahmen werden geprüft, nicht bestätigt. Der Beirat widerspricht dort, wo unsere Einschätzung nicht zur Schweizer Realität passt.

### Netzwerk und Einordnung

Zugang zu Akteuren und Gremien sowie die Fähigkeit, aktuelle Entwicklungen früh und realistisch zu bewerten.

Schweizer Beirat

Markus Rüdisüli

Ex-CEO und COO mehrerer Schweizer Spitäler

Rolle

Beiratsmitglied RINKE+HENSSLER

Operative Führung

CEO und COO Schweizer Spitäler

Verbandsarbeit

Ex-Geschäftsführer Spitäler Zentralschweiz

Verwaltungsrat

Mandate in der Schweizer Spitallandschaft

Fachkommissionen

Einsitz in nationalen Gremien

Ausbildung

Gesundheitsökonom

Er weiss aus operativer Verantwortung, was Transformation im Spitalalltag wirklich bedeutet.

Langjährige Erfahrung als CEO und COO in der Führung und Restrukturierung Schweizer Kliniken. Er hat das Schweizer Gesundheitswesen aus mehreren Perspektiven erlebt: aus der operativen Gesamtverantwortung eines Spitals, aus der Verbandsarbeit als Geschäftsführer von Spitäler Zentralschweiz und aus der gesundheitspolitischen Interessenvertretung.

Seine Kernkompetenz sind interdisziplinäre Strategie-, Struktur- und Kulturprojekte — von der Konzeption bis in die Umsetzung.

Entscheidend für unsere Zusammenarbeit ist sein Blick auf Ambulantisierung als Finanzierungs-, Struktur- und Umsetzungsfrage — gewachsen aus operativer Verantwortung, nicht aus akademischer Beobachtung.

## Wir prägen die Fachdiskussion mit.

### Fachbuch «Ambulante Transformation im OP»

Herausgegeben von den Geschäftsführern Jascha Rinke und Philipp Henßler — Praxiswissen zu Prozessen, Infrastruktur und Management moderner OP-Versorgung (MWV).

### Podcast «SO GEHT AMBULANT»

Unsere eigene Initiative: Praktiker aus der Versorgung berichten, was in der Ambulantisierung funktioniert — und was nicht.

[Podcast anhören →](https://sogehtambulant.de)

### Kongresse und Lehre

Vorträge zu Ambulantisierung, OP-Design und Effizienz; Lehraufträge für Gesundheitsökonomie, Betriebswirtschaft und Vergütungssysteme an zwei Hochschulen.

### Fachbeiträge und Whitepaper

Regelmässige Publikationen zu Ambulantisierung, OP-Management und Vergütung — als Fachbeiträge und als Whitepaper zum Download.

[Whitepaper ansehen →](/whitepaper)

Mitglied bei · Ausgezeichnet als

## Ihre Ansprechpartner für die Schweiz.

Der direkte Weg zu uns — ohne Formularschleifen. Schreiben oder rufen Sie an, wir melden uns innert kurzer Zeit zurück.

Philipp Henßler

Geschäftsführer

Gesundheitsökonom MBA

[ph@rinke-henssler.de](mailto:ph@rinke-henssler.de?subject=Spitalberatung%20Schweiz%20%E2%80%93%20Erstgespr%C3%A4ch)

[+49 211 81973162](tel:+4921181973162)

Alina Thoma

Beraterin

M.Sc. Pharmaceutical Biotechnology

Bachelor und Master an der ZHAW, mehrere Jahre im Kanton Zürich gelebt — und spricht Schweizerdeutsch.

[at@rinke-henssler.de](mailto:at@rinke-henssler.de?subject=Spitalberatung%20Schweiz%20%E2%80%93%20Erstgespr%C3%A4ch)

Standort Zürich

Baslerstrasse 60 8048 Zürich

Dazu Düsseldorf und Kirchheim unter Teck — Projekte in Deutschland und der Schweiz.

[In Google Maps öffnen](https://www.google.com/maps/search/?api=1&query=Baslerstrasse+60%2C+8048+Z%C3%BCrich)

[Termin in Zürich vereinbaren](/kontakt)

## Was Schweizer Spitäler wissen wollen.

Bietet RINKE+HENSSLER Spitalberatung in der Schweiz an?

Ja. Auf Basis fachlicher Gespräche und konkreter Projektansätze bauen wir unsere Beratung für Schweizer Spitäler gezielt aus. Mit der Gründung eines Schweizer Beirats haben wir diesen Weg strukturell verankert: Unsere Umsetzungserfahrung aus der deutschen Ambulantisierung kombinieren wir mit lokaler Einordnung und einem Netzwerk, das die Systemlogik der Schweiz kennt.

Wie unterscheiden sich TARDOC und die ambulanten Pauschalen?

Beide bilden seit 2026 gemeinsam das ambulante Gesamttarifsystem. TARDOC ist der Einzelleistungstarif, der TARMED als Grundlage der ambulanten Abrechnung ersetzt; die ambulanten Pauschalen vergüten definierte Leistungsgruppen pauschal und standardisieren insbesondere ressourcenintensive Behandlungen. Je Behandlung kommt jeweils eines der beiden Systeme zur Anwendung — entweder TARDOC oder eine Pauschale, nicht beides gleichzeitig. Für das Spital heisst das: Dokumentation, Codierung und Wirtschaftlichkeitsrechnung müssen beide Logiken beherrschen.

Wie unterscheiden sich ambulante Pauschalen von SwissDRG?

SwissDRG ist das Fallpauschalensystem für stationäre Behandlungen, die ambulanten Pauschalen gelten für die ambulante Leistungserbringung. Die Logik ist verwandt — definierte Leistung, pauschale Vergütung —, die Systeme sind aber getrennt und werden unterschiedlich entwickelt und gepflegt. Praktisch relevant ist der Unterschied vor allem bei Verlagerungen: Wandert ein Eingriff vom stationären in den ambulanten Bereich, wechselt er von SwissDRG in die ambulante Tarifwelt, mit anderer Kalkulationsbasis, anderer Dokumentation und anderer Kostenstruktur.

Was bedeutet TARDOC konkret für die Betriebssteuerung eines Spitals?

Die Tarifumstellung ist vor allem eine Betriebsfrage: Leistungserfassung, Dokumentationstiefe, Prozesszeiten und Personaleinsatz wirken direkt auf die Erlöse. Wer ambulante Leistungen kostendeckend erbringen will, braucht kalkulierte Versorgungspfade, belastbare Kennzahlen und ein Controlling, das ambulante und stationäre Erlöslogik sauber trennt.

Wie beeinflusst EFAS die strategische Planung?

Mit EFAS wird die Finanzierungssystematik zwischen ambulanten und stationären Leistungen vereinheitlicht; die ökonomischen Anreize zwischen den Sektoren verschieben sich entsprechend. EFAS ist beschlossen und tritt ab 2028 stufenweise in Kraft. Standort-, Portfolio- und Investitionsentscheidungen, die heute getroffen werden, wirken damit in eine veränderte Systematik hinein — auch wenn die konkreten Effekte je Spital heute noch nicht abschliessend einzuschätzen sind.

Was bedeutet «ambulant vor stationär» für unser Leistungsportfolio?

Bund und Kantone definieren Eingriffsgruppen, die grundsätzlich ambulant zu erbringen sind — inzwischen 18, in einzelnen Kantonen 19. Die Ausgestaltung erfolgt kantonal unterschiedlich, weshalb sich die Prüfung immer am eigenen Standortkanton orientieren muss. Für das Portfolio heisst das: Verlagerung ist bei vielen elektiven Eingriffen keine Option mehr, sondern Erwartung — und braucht ambulante Kapazitäten, die verlässlich verfügbar sind.

Welche Fachbereiche eignen sich zuerst für eine Ambulantisierung?

In der Praxis beginnen Spitäler meist dort, wo hohe Fallzahlen auf standardisierbare Eingriffe treffen: Orthopädie und Handchirurgie, Ophthalmologie, Gynäkologie, Urologie, Allgemein- und Viszeralchirurgie im elektiven Spektrum sowie interventionelle Bereiche wie die Kardiologie. Entscheidend ist aber nicht die Fachrichtung an sich, sondern die Kombination aus Fallzahl, Standardisierbarkeit, Tarifwirkung und der Frage, ob sich der Ablauf sauber vom stationären Betrieb entkoppeln lässt. Diese Priorisierung erarbeiten wir am konkreten Leistungsspektrum Ihres Spitals.

Wie unterscheiden sich Ambulatorium und ambulantes Zentrum?

Die Begriffe werden oft synonym verwendet, meinen aber unterschiedliche Reifegrade. Als Ambulatorium wird in der Schweiz üblicherweise die spitalambulante Sprechstunden- und Behandlungseinheit bezeichnet — organisatorisch an das Spital angebunden. Ein ambulantes Zentrum ist weiter gefasst: eine eigenständig geführte Einheit mit eigenem Betriebsmodell, eigener Prozesssteuerung und häufig eigener Rechtsform, in der auch operative Eingriffe durchgeführt werden. Für die Praxis entscheidend ist weniger die Bezeichnung als die Frage, wie eigenständig die Einheit in Führung, Personalplanung und Ablaufsteuerung tatsächlich ist.

Welche Auswirkungen hat EFAS auf öffentliche Spitäler?

Öffentliche und öffentlich subventionierte Spitäler sind besonders betroffen, weil bei ihnen Versorgungsauftrag, kantonale Finanzierungsbeteiligung und Eigenwirtschaftlichkeit unmittelbar zusammenspielen. Mit EFAS verändert sich die Finanzierungslogik zwischen ambulant und stationär, wodurch sektorübergreifende Steuerung an Bedeutung gewinnt. Konkret heisst das: Verlagerungsentscheidungen lassen sich nicht mehr isoliert betriebswirtschaftlich treffen, sondern müssen mit dem kantonalen Leistungsauftrag und der eigenen Investitionsplanung zusammengedacht werden. Die genauen Effekte je Haus sind heute noch nicht abschliessend einzuschätzen — umso wichtiger ist eine frühe Standortbestimmung.

Welche Kennzahlen sollte ein Spital im Rahmen der Ambulantisierung steuern?

Aus unserer Erfahrung sind es vier Gruppen: erstens Verlagerungskennzahlen (ambulanter Anteil je Eingriffsgruppe, Entwicklung über Zeit), zweitens Prozesskennzahlen (Durchlaufzeit, Wechselzeit, Auslastung der ambulanten Kapazität, Absagequote), drittens Wirtschaftlichkeit (Deckungsbeitrag je Eingriff und je Leistungsgruppe, Kosten pro Fall, Materialintensität), viertens Qualitäts- und Sicherheitsindikatoren (ungeplante Übernachtungen, Wiedereintritte, Komplikationen). Entscheidend ist, diese Zahlen ambulant getrennt vom stationären Betrieb zu führen — sonst verschwindet die ambulante Wirtschaftlichkeit in der Mischkalkulation.

Welche Rolle spielen die Kantone bei der Umsetzung?

Eine zentrale. Die Kantone verantworten die Spitalplanung, erteilen Leistungsaufträge und gestalten die AvS-Vorgaben unterschiedlich aus — inhaltlich wie im Vollzug. Zugleich sind sie an der Finanzierung stationärer Leistungen beteiligt, weshalb Verlagerungen in den ambulanten Bereich auch kantonale Interessen berühren. Für Spitäler bedeutet das: Eine Ambulantisierungs-Strategie muss zur kantonalen Versorgungsplanung und zum eigenen Leistungsauftrag passen, sonst bleibt sie betriebswirtschaftlich richtig und regulatorisch wirkungslos.

Welche Spitäler profitieren besonders von einer Ambulantisierungs-Strategie?

Besonders Häuser mit hohem elektivem Anteil, mit einem OP-Betrieb an der Kapazitätsgrenze oder mit anstehenden Bau- und Investitionsentscheidungen. Ebenso Spitäler, deren Standortrolle im kantonalen Versorgungsgefüge zur Diskussion steht: Dort entscheidet die ambulante Aufstellung mit darüber, welche Leistungen künftig wirtschaftlich am eigenen Standort bleiben.

Wann lohnt sich ein eigenes Ambulatorium?

Das lässt sich nur am konkreten Fall beantworten — entscheidend sind Fallzahlen im verlagerbaren Spektrum, Erlössituation nach neuer Tariflogik, verfügbare Flächen und die Frage, ob ambulante Abläufe wirklich vom stationären Betrieb getrennt werden können. Genau diese Rechnung stellen wir auf, bevor über Bau oder Organisation entschieden wird.

Wie startet ein Projekt mit RINKE+HENSSLER?

Mit einem unverbindlichen Erstgespräch. Darin klären wir Ausgangslage, Zielsetzung und Dringlichkeit. Daraus entsteht ein klar umrissener Auftrag — häufig zunächst eine fokussierte Potenzial- und Wirtschaftlichkeitsanalyse, die als Entscheidungsgrundlage für die Spitalleitung dient.

Wie lange dauert ein Projekt typischerweise?

Eine fokussierte Potenzial- und Wirtschaftlichkeitsanalyse liegt meist im Bereich weniger Wochen. Struktur- und Betriebskonzepte inklusive Flächenplanung brauchen mehrere Monate. Umsetzungsbegleitung erstreckt sich über die Projektlaufzeit hinweg — bewusst in Etappen, damit nach jedem Schritt eine Entscheidung möglich ist.

Brauchen wir bereits eine ambulante Strategie, um zu starten?

Nein. In vielen Fällen ist gerade das der Ausgangspunkt: Es gibt Handlungsdruck, aber noch kein belastbares Zielbild. Wir beginnen dann bei der Ausgangslage — Leistungsspektrum, Tarifwirkung, Kapazitäten — und entwickeln daraus gemeinsam die Strategie, statt eine vorgefertigte Lösung anzupassen.

Arbeitet RINKE+HENSSLER auch mit öffentlichen Spitälern?

Ja. Wir arbeiten sowohl mit öffentlich-rechtlichen als auch mit privaten Trägern sowie mit ambulanten Leistungserbringern. Bei öffentlichen Spitälern berücksichtigen wir die spezifischen Rahmenbedingungen — kantonale Eigentümerinteressen, politische Entscheidungswege, Leistungsaufträge und Beschaffungsvorgaben.

Welche Rolle spielt der Schweizer Beirat in konkreten Projekten?

Der Beirat berät die Geschäftsführung von RINKE+HENSSLER — er übernimmt keine operative Rolle im Mandat und hat keine Entscheidungs- oder Kontrollfunktion. Sein Beitrag liegt in strategischer Einordnung, lokalem Sparring und der realistischen Bewertung von Marktentwicklungen. Erstes Mitglied ist Markus Rüdisüli, ehemaliger CEO und COO mehrerer Schweizer Spitäler.

## Reden wir über Ihr Spital. Und über den sinnvollsten nächsten Schritt.

Ob Tarifwirkung, ambulante Potenziale, OP-Planung oder Spitalstrategie: In einem ersten Austausch klären wir, wo Ihr Haus heute steht und welche Schritte strategisch und operativ wirklich sinnvoll sind. Unverbindlich und auf Augenhöhe.

[Unverbindlich austauschen](mailto:ph@rinke-henssler.de?subject=Spitalberatung%20Schweiz%20%E2%80%93%20Erstgespr%C3%A4ch)

[Kontaktseite öffnen](/kontakt)

Ihr Ansprechpartner

Philipp Henßler

Geschäftsführer RINKE+HENSSLER GmbH

[ph@rinke-henssler.de](mailto:ph@rinke-henssler.de)

[+49 211 81973162](tel:+4921181973162)

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