ZNA-Steuerung · INZ · KV-Integration

Notaufnahme besser steuern.Ambulant entlasten.INZ-fähige Strukturen aufbauen.

Wir helfen Krankenhäusern, ihre ZNA im Alltag zu entlasten und für die Notfallreform richtig aufzustellen: von der Ersteinschätzung über die KV-Anbindung bis zum Integrierten Notfallzentrum.

Notfallreform am 15.10.2026 vom Bundestag beschlossen. Welche Fristen jetzt für Kliniken laufen

So steuert ein Integriertes Notfallzentrum

Zugang

SelbstvorstellerAkutleitstelle 116117

Zentrale Ersteinschätzung

entscheidet über Dringlichkeit und Versorgungsebene

  • Notdienstpraxis der KV, ambulant
  • Notaufnahme des Krankenhauses
  • Kooperationspraxis im Umkreis, per Fallübergabe

Rettungsdienst 112: direkt in die Notaufnahme

Was ist ein INZ?

Drei Bausteine, eine gemeinsame Vereinbarung.

Ein Integriertes Notfallzentrum verbindet Notaufnahme, Notdienstpraxis und Ersteinschätzung an einem Standort. Es geht nicht um mehr Fläche, sondern um eine andere Steuerungslogik: Jeder Patient kommt früh auf die passende Versorgungsebene.

Notaufnahme

Zeitkritische und stationär behandlungsbedürftige Notfälle, rund um die Uhr.

VerantwortungKrankenhaus

Zentrale Ersteinschätzung

Entscheidet über Dringlichkeit und die passende Versorgungsebene, künftig softwarebasiert nach G-BA.

VerantwortungKrankenhaus, sofern nicht anders vereinbart

Notdienstpraxis

Ambulante Akutversorgung in unmittelbarer Nähe der Notaufnahme, zu gesetzlichen Mindestzeiten.

VerantwortungKassenärztliche Vereinigung

Kooperationspraxen

Praxen und MVZ aus dem Umkreis, angebunden über eine digitale Fallübergabe ohne Zeitverzug.

EinbindungOptional

Kooperationsvereinbarung

zwischen Krankenhaus und KV, innerhalb von neun Monaten nach der Standortfestlegung, mit gemeinsamem Qualitätsmanagement

Kooperationspraxen können als Vertragspartei einbezogen werden

Notfallreform: aktueller Stand

Die Reform ist beschlossen. Jetzt laufen die Fristen.

Integrierte Notfallzentren, eine verbindliche Ersteinschätzung an allen Krankenhausstandorten und neue Vergütungsregeln für Notaufnahmen ohne INZ sind gesetzt. Die Fristen laufen ab der Verkündung.

  1. 15.10.2026Bundestag

    Gesetz in 2./3. Lesung beschlossen

  2. 20.11.2026Bundesrat

    Befassung, voraussichtlich

  3. VerkündungInkrafttreten

    Kern gilt ab dem Folgetag, die Fristen beginnen

  4. + 3 Monatenach Inkrafttreten

    Rahmenvereinbarung von KBV, DKG und GKV-Spitzenverband

  5. + 6 Monatenach Verkündung

    INZ-Standorte festgelegt, G-BA-Richtlinie zur Ersteinschätzung

  6. + 9 Monatenach Festlegung

    Kooperationsvereinbarung, sonst Schiedsperson

  7. G-BA-StartStichtag der Richtlinie

    Ersteinschätzung an allen Standorten Pflicht

Was das für Ihr Haus heißt

Entscheidend ist die Standortfestlegung durch den erweiterten Landesausschuss. Bis dahin ist Ihre Rolle offen, danach gelten unterschiedliche Regeln.

Vor der Festlegung: Ihre Rolle ist offen

Was der erweiterte Landesausschuss prüft

Voraussetzung
Mindestens Basisnotfallversorgung nach G-BA
Kriterien
30 Minuten Fahrzeit für 95 % der PlanungsregionZahl der zu versorgenden MenschenÖPNV-AnbindungKV-Praxis an der NotaufnahmeEinbindung von Kooperationspraxen
Vorrang bei gleicher Eignung
Höhere Notfallstufe oder leistungsfähigere NotaufnahmeChirurgie, Unfallchirurgie, Innere, Psychiatrie, PsychosomatikKV-Praxis in der Notaufnahme

Ergebnis A

Ihr Standort wird INZ

  • Krankenhaus und KV sind zur Einrichtung berechtigt und verpflichtet.
  • Die Ersteinschätzung leitet das Krankenhaus, sofern nicht anders vereinbart.
  • Räume, Diagnostik-Entgelte und ein gemeinsames QM sind binnen neun Monaten zu vereinbaren.
Mindestöffnungszeiten der Notdienstpraxis
Mo18 bis 21 Uhr
Di18 bis 21 Uhr
Mi14 bis 21 Uhr
Do18 bis 21 Uhr
Fr14 bis 21 Uhr
Sa9 bis 21 Uhr
So9 bis 21 Uhr

Feiertage wie Wochenende. Kürzer nur, wenn die KV eine geringe Inanspruchnahme nachweist.

Ergebnis B

Ihr Standort wird kein INZ

  • Die Ersteinschätzung nach G-BA-Richtlinie ist auch hier Pflicht.
  • Ab ihrem Start hängt die Vergütung ambulanter Notfälle am Ergebnis der Ersteinschätzung.
  • Steuerung und Dokumentation werden damit direkt erlösrelevant.
Selbstvorsteller ohne INZ
Ersteinschätzungimmer vergütet
Behandlung vor Ort angezeigtBehandlung vergütet
Weiterleitung angezeigtBehandlung nicht vergütet
Sofort wirksam

Nicht auf das Endbild warten.

Die meisten Häuser starten nicht mit dem INZ, sondern mit konkreten Verbesserungen in der ZNA. Jede Stufe entlastet sofort und zahlt auf die nächste ein, unabhängig davon, welche Rolle Ihr Standort am Ende bekommt.

  1. Ohne Partner umsetzbar

    Quick Wins in der ZNA

    Anmeldung, Streaming, Fast-Track und Wegeführung so ordnen, dass Personal entlastet wird.

  2. Mit der KV, ohne Umbau

    Gemeinsamer Tresen light

    Gemeinsame oder eng abgestimmte Anmeldung und Vorsteuerung mit der ambulanten Akutversorgung.

  3. Vertraglich verzahnt

    KV-Integration am Standort

    Notdienstpraxis, Kooperationspraxen und digitale Fallübergabe in die Logik der Notaufnahme einbinden.

  4. Gesetzlich festgelegt

    Integriertes Notfallzentrum

    Notaufnahme, Notdienstpraxis und Ersteinschätzung unter einer Kooperationsvereinbarung.

Vier Hebel

ZNA-Steuerung ist kein Reformthema. Sie ist Führungsaufgabe.

Vier Hebel entscheiden, ob aus einer belasteten ZNA ein steuerbarer Akutbereich wird. Jeder setzt an einer anderen Stelle des Patientenwegs an.

  • Ankunft · Anmeldung

    Prozesse und Flächen ordnen

    Tresen, Wartezonen und Räume entlang der echten Patientenbewegung.

  • Ersteinschätzung

    Patienten richtig lenken

    Strukturierte Ersteinschätzung statt Schleifen durch die Klinik.

  • Behandlung · Übergabe

    KV sinnvoll anbinden

    Übergaben, die funktionieren, ohne Parallelwelten.

  • Gesamter Patientenweg

    Wirtschaftlichkeit sichern

    Aufwand, Erlöse und Verantwortung passen über den ganzen Weg zusammen.

ZNA-Optimierung und INZ-Aufbau gehören zusammen. Wer die Prozesse im Alltag stabilisiert, schafft die Grundlage für jede spätere Struktur. Wer direkt mit dem Endbild startet, baut oft an den eigentlichen Problemen vorbei.

Leistungen

Von Quick Wins bis zum Zielbild.

Wir steigen dort ein, wo Ihr Haus gerade steht: bei akuten Engpässen in der ZNA, bei der Integration ambulanter Strukturen oder beim Aufbau eines belastbaren INZ-Modells.

Erstgespräch vereinbaren

Im laufenden Betrieb

ZNA- und Patientenstromanalyse

  • Reale Patientenwege, Engpässe und Warteverluste sichtbar machen
  • Ambulante und stationäre Fälle differenzieren
  • Kurzfristige Hebel mit messbarer Wirkung identifizieren

Quick-Win-Programm für die ZNA

  • Anmeldung, Erstkontakt und Streaming neu ordnen
  • Fast-Track- und Kurzbehandlungspfade definieren
  • Sofortmaßnahmen für Entlastung und bessere Taktung

KV-Integration und gemeinsamer Tresen light

  • Modelle für Notdienstpraxis, Kooperationspraxis oder KV-Sitz prüfen
  • Gemeinsame oder eng verzahnte Aufnahmeprozesse konzipieren
  • Übergaben, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen klären

Für Struktur und Zielbild

Standortrolle und INZ-Eignung

  • Eignung nach den gesetzlichen Kriterien datenbasiert aufbereiten
  • Alternativszenarien und strategische Position bewerten
  • Entscheidungsvorlagen für Geschäftsführung, Träger und Aufsicht

Prozess-, Flächen- und Funktionsplanung

  • Ersteinschätzung, Tresen, Wartebereich und Behandlung räumlich aufsetzen
  • Anforderungen an Diagnostik, IT und Wegeführung definieren
  • Bauliche Lösungen auf die Betriebslogik ausrichten

Wirtschaftlichkeit und Steuerung

  • Aufwand, Personalbedarf und Erlöswirkung bewerten
  • Kennzahlen für ZNA und ambulante Akutversorgung definieren
  • Reviews und Management-Reporting aufsetzen
Vorgehen

Vier Phasen, vom Quick Win zur tragfähigen Struktur.

Modular kombinierbar: Sie können mit der Analyse starten, direkt ins Sofortprogramm gehen oder nur das Strukturmodell beauftragen.

1Analyse

4 bis 6 Wochen

2Sofortprogramm

4 bis 10 Wochen

3Strukturmodell

2 bis 4 Monate

4Umsetzung und Betrieb

laufend

Mindestdauer übliche SpanneSchematisch, die Phasen können sich je nach Ausgangslage überlappen.
  1. 1Analyse

    Patientenströme, Engpässe, ambulante Potenziale und Schnittstellen. Am Ende steht ein klares Bild, welche Schritte sich lohnen.

  2. 2Sofortprogramm

    Quick Wins, Steuerungslogik, Tresenmodell und Fast-Track. Messbar wirksam, bevor das Strukturprojekt beginnt.

  3. 3Strukturmodell

    KV-Integration, Kooperationsmodell, Zielbild INZ oder Alternative. Als entscheidungsreife Vorlage für Träger und Aufsicht.

  4. 4Umsetzung und Betrieb

    Rollout, Kennzahlen, Reviews und kontinuierliche Optimierung. Aus dem Projekt wird ein funktionierender Betrieb.

Warum RINKE+HENSSLER

Aus der Betreiber­perspektive, nicht aus der Zuschauerrolle.

Philipp Henßler
„Wir denken die Notaufnahme nicht als Engpass, sondern als Steuerungszentrale der Klinik. Das INZ ist die Chance, dieses Denken strukturell zu verankern.“
Philipp HenßlerGeschäftsführer RINKE+HENSSLER
Wir denken vom Betrieb aus
Wir starten bei den realen Engpässen in der ZNA: Personal, Wege, Taktung, Steuerung und Verantwortung. Nicht bei Folien.
Ambulant und stationär zusammen
Unser Kerngeschäft ist die Verzahnung beider Welten. Deshalb gehören ZNA-Optimierung, KV-Integration und INZ-Modelle für uns zusammen.
Wir bleiben nicht beim Konzept stehen
Wir begleiten bis zur umsetzbaren Struktur, mit Klinikteam, Träger und KV, und bis zu Entscheidungen, die tragen.

Für wen besonders relevant

  • Geschäftsführungen und Vorstände
  • Kaufmännische Leitungen und Strategie
  • Ärztliche Direktionen und ZNA-Leitungen
  • Häuser mit hoher ambulanter Inanspruchnahme der Notaufnahme
  • Standorte, die KV-Strukturen einbinden oder neu aufsetzen
Häufige Fragen

Was Kliniken zum INZ wissen wollen.

Reden wir über Ihre ZNA.Und über den sinnvollsten nächsten Schritt.

Ob Quick Wins, KV-Integration, gemeinsamer Tresen light oder Zielbild INZ: In einem ersten Gespräch klären wir, wo Ihr Haus heute steht und welche Schritte operativ und strategisch wirklich sinnvoll sind.

Ihr Ansprechpartner

Philipp Henßler

Geschäftsführer RINKE+HENSSLER GmbH

Philipp Henßler

Düsseldorf · Kirchheim unter Teck