Spitalberatung Schweiz · Ambulantisierung

Ambulante Transformation für Schweizer Spitäler und Kliniken.Aus der operativen Umsetzung.Nicht aus der Theorie.

Veränderte Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten, medizinischer Fortschritt und technische Innovation treffen auf Kostenfokus und politische Vorgaben. Die Schweiz ordnet ihre ambulante Versorgung neu — die Ambulantisierung nimmt Fahrt auf, und TARDOC und die ambulanten Pauschalen unterstützen sie jetzt auch tariflich.

Wir entwickeln Strategien und Strukturen, mit denen Ihr Haus ambulante Leistungen tragfähig erbringt — und begleiten den Wandel in Organisation und Kultur. Ihr Sparringspartner für die ambulante Transformation: strategisch, organisatorisch und operativ, mit Standort und Ansprechpartnern in Zürich.

Tarifrealität seit 2026
TARDOC & Pauschalen
«Ambulant vor Stationär»
19 Eingriffsgruppen
Ambulante Konsultationen 2016–2023
+30,6 %
Vom Wandel zum Betrieb
  1. 1

    Heute

    Medizin, Technologie und Patientenerwartungen verlagern Leistungen aus dem Spital

  2. 2

    Ambulante Strategie

    Leistungsspektrum, Tarifwirkung und Zielbild des eigenen Hauses klären

  3. 3

    Tragfähige Struktur

    Versorgungspfade, Ambulatorium und Flächen darauf ausrichten

  4. 4

    Wirtschaftlicher Betrieb

    Betriebsführung und Kennzahlen im Spitalalltag verankern

Wir prägen die Ambulantisierung mit.

Ambulantisierung der ersten Stunde: RINKE+HENSSLER — das Original.

Fachbuch «Ambulante Transformation im OP»

Das Standardwerk zu moderner OP-Versorgung (MWV) — herausgegeben von Jascha Rinke und Philipp Henssler.

Podcast «SO GEHT AMBULANT»

Praktiker aus Deutschland und der Schweiz berichten, was in der Ambulantisierung funktioniert — darunter der CEO der Spitäler Schaffhausen.

Podcast anhören

Kongresse, Lehre und Fachbeiträge

Vorträge und Lehraufträge zu Ambulantisierung, OP-Design und Vergütungssystemen an zwei Hochschulen sowie regelmässige Publikationen.

Mitglied bei · Ausgezeichnet als

DGIV — Deutsche Gesellschaft für Integrierte Versorgung im Gesundheitswesen e.V.Bundesverband Medizinische VersorgungszentrenTop Company 2024, 2025, 2026 – kununu
Warum jetzt

Vier Treiber zur gleichen Zeit.

Die Herausforderung besteht primär nicht darin, einzelne Tarife zu verstehen, sondern das Spital auf die neuen Anforderungen einzurichten.

  1. «Ambulant vor Stationär» wächst weiter.

    Verlagerung ist bei vielen elektiven Eingriffen Teil des Versorgungsauftrags geworden.

  2. Ambulante Pauschalen ergänzen TARDOC zum Gesamttarifsystem.

    Ressourcenintensive Behandlungen brauchen kalkulierte Pfade statt gewachsener Abläufe.

  3. TARDOC ersetzt TARMED als Einzelleistungstarif.

    Leistungserfassung, Dokumentation und Taxpunkt-Logik müssen neu gedacht werden.

  4. EFAS verändert ab 2028 die Finanzierungslogik.

    Sektorübergreifende Steuerung gewinnt an Bedeutung — ambulant und stationär gemeinsam.

Vertiefung zu TARDOC, ambulanten Pauschalen, AvS und EFAS finden Sie in den häufigen Fragen.

Leistungen

Der Mehrwert für Ihr Spital.

Wir bearbeiten ambulante Versorgung als Strategie-, Struktur- und Betriebsfrage — vom Spital bis zum Ambulatorium, von der Führung bis zum Team. Jedes Mandat endet mit Ergebnissen, mit denen die Spitalleitung entscheiden kann.

01

Ambulante Strategie entwickeln

Wie wird aus der stationären Strategie eine tragfähige ambulante Strategie — und wie behält das Haus dabei seine Identität? Zielbild, Rolle im Versorgungsraum und Etappen, abgestimmt mit Eigentümer und Kanton.

Ihr konkreter Nutzen

  • Ambulantes Zielbild
  • Strategische Leitplanken
  • Etappenplan
02

Ambulante Potenziale bestimmen

Welche Leistungen lassen sich am eigenen Standort ambulant erbringen und was bedeutet das für Portfolio, Leistungsauftrag und Spitalstrategie?

Ihr konkreter Nutzen

  • Potenzialanalyse je Fachgebiet
  • Priorisierte Verlagerungsliste
  • Entscheidungsvorlage
03

Ambulante Wirtschaftlichkeit berechnen

Was bedeuten TARDOC, ambulante Pauschalen und EFAS für die Erlöse des eigenen Spitals? Wir rechnen es durch, inklusive Taxpunktwert-Szenarien.

Ihr konkreter Nutzen

  • Business Case je Szenario
  • Deckungsbeitragsrechnung
  • Sensitivitäten
04

Versorgungspfade und Prozesse ordnen

Ambulante Abläufe, die neben komplexer stationärer Versorgung verlässlich funktionieren: getrennt, standardisiert und steuerbar — vom Eintritt bis zur Nachkontrolle.

Ihr konkreter Nutzen

  • Soll-Prozesse und Pfade
  • OP-Programmlogik
  • Umsetzungsschritte
05

Ambulatorium und Flächen planen

Funktions- und Flächenkonzepte für Ambulatorien, OP- und Interventionsbereiche — vom Umbau im Bestand bis zur Neukonzeption.

Ihr konkreter Nutzen

  • Funktions- und Flächenprogramm
  • Varianten mit Bewertung
  • Investitionsrahmen
06

Betriebsmodell und Betriebsführung aufsetzen

Organisationsform, Governance und Führungslogik für eine ambulante Leistungserbringung, die wirtschaftlich tragfähig bleibt.

Ihr konkreter Nutzen

  • Betriebsmodell
  • Kennzahlen-Set
  • Rollen und Verantwortlichkeiten
07

Kultur, Rollen und Wandel begleiten

Ambulantisierung verändert Denkweisen, Verantwortung und Rollen — von der Ärzteschaft über die Pflege bis zur Führung. Wir begleiten diesen Wandel, damit neue Strukturen auch gelebt werden.

Ihr konkreter Nutzen

  • Rollen- und Verantwortungsmodell
  • Change-Begleitung für Führung und Teams
  • Kommunikations- und Beteiligungsplan
08

Umsetzung im Spitalalltag begleiten

Vom Zielbild in den Betrieb: Wir bleiben dabei, bis die neuen Abläufe im Alltag tragen, mit klaren Etappen und messbaren Ergebnissen.

Ihr konkreter Nutzen

  • Roadmap mit Etappen
  • Massnahmen-Controlling
  • Wirkungsnachweis
Erfahrung in der Umsetzung

Viele Häuser, viele Wege, ein eigenes Konzept.

Wir begleiten Häuser sehr unterschiedlicher Prägung: Universitätskliniken, Spitäler und Kliniken der Grund- und Zentrumsversorgung, Ärztehäuser und Notaufnahmen. Dabei entstehen ganz unterschiedliche Konzepte — je nach Bedürfnis und Situation des einzelnen Hauses.

Jedes Konzept entsteht aus der Analyse des einzelnen Hauses: seiner Ausgangslage, der politischen Rahmenbedingungen, der verfügbaren Mittel und der Veränderungen, die wirken sollen.

Im Schweizer Spitalwesen entstehen gerade neue Rahmenbedingungen: neue Tarifstrukturen und eine veränderte Finanzierungslogik. Mit dem Umbau nehmen wir die neuen Tarife mit ins Gefäss — sie sind ein Teil des Konzepts, nicht das Ganze.

Beispiele aus unserer Projektarbeit: Quick-Check OP, Kardiologie und Katheterlabor sowie unsere Fachbeiträge im Blog.

Vier Bausteine, ein Konzept

Diese Faktoren analysieren wir für jedes Haus. Daraus entsteht die individuelle Lösung.

AusgangssituationArt, Grösse und Leistungsspektrum des Hauses
RahmenbedingungenTARDOC und ambulante Pauschalen, EFAS, kantonale und politische Vorgaben
Mittel und PersonalWas finanziell und personell tragbar ist
ZeithorizonteKurzfristige Wirkung, langfristige Tragfähigkeit
Ergebnis

Ihr Zielbild und Betriebskonzept

Individuell für Ihr Haus entwickelt. Es wirkt in Strategie, Prozessen und Organisation — und in der Kultur: Denkweisen, Verantwortung und Rollen verändern sich mit.

Referenzen

Referenzen aus der Ambulantisierung.

Universitätsklinika, Klinikverbünde, öffentliche, private und konfessionelle Häuser: Mit ihnen haben wir ambulante Strategien entwickelt, Strukturen geschaffen, den Betrieb organisiert und es gemeinsam umgesetzt.

  • Universitätsklinikum Heidelberg
  • Universitätsklinikum Jena
  • Diakonie Klinikum Stuttgart
  • Klinikum Chemnitz
  • AMEOS Krankenhausgesellschaft
  • Rems-Murr-Kliniken
  • Klinikum Memmingen
  • KWM Klinikum Würzburg
  • Medius Kliniken
  • Klinikum Mittelbaden
  • Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn
  • GFO

Auswahl. Weitere Referenzen nennen wir Ihnen gern im Gespräch.

Warum RINKE+HENSSLER

Warum Spitäler und Kliniken mit RINKE+HENSSLER arbeiten.

Wie aus der stationären Strategie eine geeignete ambulante Strategie wird — und das Spital seine Identität behält. Der Mehrwert entsteht aus profunden Kenntnissen und der Erfahrung, Häusern erfolgreich zu helfen: Unsere Kernkompetenz ist die Ambulantisierung.

Betreibererfahrung statt Konzeptberatung

Wir haben selbst im OP gestanden, Kliniken geleitet und ambulante Einrichtungen geführt. Was wir empfehlen, haben wir in operativer Verantwortung erlebt.

Strategie und Umsetzung aus einer Hand

Wir entwickeln die ambulante Strategie mit Ihnen — und bleiben dabei, bis Versorgungspfade, Betriebsführung und Kennzahlen im Alltag tragen. Strategisch, organisatorisch und operativ.

Unser Schweizer Team

Unser Schweizer Team bringt fundierte Kenntnisse des Schweizer Gesundheitswesens mit — vom Beirat mit Spital- und Verbandserfahrung bis zu den Geschäftsführern, die selbst Klinikdirektor und Praxisklinik-CEO waren.

Team & Beirat

Unser Schweizer Team.

Operatives Projektteam und strategischer Beirat treten gemeinsam auf: Kernkompetenz in der Ambulantisierung, verbunden mit Schweizer System- und Führungserfahrung. Schreiben Sie uns oder rufen Sie an — wir melden uns innert kurzer Zeit zurück.

Ihr operatives Projektteam

Philipp Henssler, Geschäftsführer bei RINKE+HENSSLER — Ansprechpartner für Spitalberatung Schweiz

Philipp Henssler

Geschäftsführer

Gesundheitsökonom MBA · Ex-Klinikdirektor

Herausgeber und Autor des Fachbuchs «Ambulante Transformation im OP».

Alina Thoma, Beraterin bei RINKE+HENSSLER — Ansprechpartner für Spitalberatung Schweiz

Alina Thoma

Beraterin

M.Sc. Pharmaceutical Biotechnology (ZHAW)

Arbeitet in Schweizer Mandaten in Analyse und Konzeption — von der Potenzialanalyse bis zum Betriebskonzept.

So stellen wir Ihr Projektteam zusammen

Jedes Mandat wird von einem Geschäftsführer verantwortet und mit Beratern aus unserem Team besetzt — je nach Aufgabenstellung ergänzt um Fachexpertise, etwa für OP- und Interventionsbereiche, Flächenplanung oder Controlling. Wer im Projekt arbeitet, lernen Sie im Erstgespräch kennen.

Strategischer Beirat Schweiz

Markus Rüdisüli — Schweizer Beirat für Ambulantisierung und Spitalstrategie bei RINKE+HENSSLER

Markus Rüdisüli

Schweizer Beirat

Gesundheitsökonom · Ex-CEO und COO Schweizer Kliniken

Als Gesundheitsökonom hat Markus Rüdisüli Schweizer Kliniken als CEO und COO geführt. Er war Geschäftsführer der Spitäler Zentralschweiz und nahm Einsitz in nationalen Gremien und Fachkommissionen. Heute ist er Verwaltungsrat in diversen Unternehmen im Gesundheitsbereich. Er kennt die Realität der Kliniken und Spitäler aus dem operativen wie auch dem strategischen und politischen Blickwinkel.

Ein externes Beratungsgremium der Geschäftsführung: Der Beirat berät auf strategischer Ebene und arbeitet nicht operativ in Projekten mit — so verbindet sich unsere Kernkompetenz in der Ambulantisierung mit Schweizer System- und Führungserfahrung.

Schweizer Systemlogik

Vergütungsstruktur, kantonale Unterschiede und Entscheidungswege zwischen Kanton, Verband und Spital, richtig eingeordnet.

Strategisches Sparring

Partnerschaftlicher Austausch zu Strategie, Strukturen und Marktentwicklungen — auf Augenhöhe mit der Geschäftsführung.

Marktkenntnis

Ein über Jahre gewachsenes Verständnis des Schweizer Gesundheitswesens hilft, Entwicklungen früh zu erkennen und richtig einzuordnen.

Zürich

Baslerstrasse 60, 8048 Zürich — vor Ort für Schweizer Spitäler. In Google Maps öffnen

Erstgespräch vereinbaren
Häufige Fragen

Was Schweizer Spitäler wissen wollen.

Drei Themenbereiche — springen Sie direkt zu dem, der Sie gerade beschäftigt.

Tarife & Reformen

Wie unterscheiden sich TARDOC und die ambulanten Pauschalen?
Beide bilden seit 2026 gemeinsam das ambulante Gesamttarifsystem. TARDOC ist der Einzelleistungstarif, der TARMED als Grundlage der ambulanten Abrechnung ersetzt. Die ambulanten Pauschalen vergüten definierte Leistungsgruppen pauschal und standardisieren insbesondere ressourcenintensive Behandlungen. Je Behandlung kommt eines der beiden Systeme zur Anwendung. Für das Spital bedeutet das, dass Dokumentation, Kodierung und Wirtschaftlichkeitsrechnung beide Logiken abbilden müssen.
Wie unterscheiden sich ambulante Pauschalen von SwissDRG?
SwissDRG ist das Fallpauschalensystem für stationäre Behandlungen, die ambulanten Pauschalen gelten für die ambulante Leistungserbringung. Die Logik ist verwandt, beide vergüten definierte Leistungen pauschal. Die Systeme sind aber getrennt und werden unterschiedlich entwickelt und gepflegt. Praktisch relevant wird der Unterschied vor allem bei Verlagerungen. Wandert ein Eingriff vom stationären in den ambulanten Bereich, wechselt er von SwissDRG in die ambulante Tarifwelt, mit anderer Kalkulationsbasis, anderer Dokumentation und anderer Kostenstruktur.
Was bedeutet TARDOC konkret für die Betriebssteuerung eines Spitals?
Die Tarifumstellung ist vor allem eine Betriebsfrage: Leistungserfassung, Dokumentationstiefe, Prozesszeiten und Personaleinsatz wirken direkt auf die Erlöse. Wer ambulante Leistungen kostendeckend erbringen will, braucht kalkulierte Versorgungspfade, belastbare Kennzahlen und ein Controlling, das ambulante und stationäre Erlöslogik sauber trennt.
Wie könnte EFAS die strategische Planung beeinflussen?
Mit EFAS wird die Finanzierungssystematik zwischen ambulanten und stationären Leistungen vereinheitlicht. Die ökonomischen Anreize zwischen den Sektoren dürften sich entsprechend verschieben. EFAS ist beschlossen und tritt ab 2028 stufenweise in Kraft. Standort-, Portfolio- und Investitionsentscheidungen, die heute getroffen werden, wirken damit in eine veränderte Systematik hinein — auch wenn die konkreten Effekte je Spital heute noch nicht abschliessend einzuschätzen sind.
Welche Auswirkungen kann EFAS auf öffentliche Spitäler haben?
Öffentliche und öffentlich subventionierte Spitäler dürften besonders betroffen sein, weil bei ihnen Versorgungsauftrag, kantonale Finanzierungsbeteiligung und Eigenwirtschaftlichkeit unmittelbar zusammenspielen. Mit EFAS verändert sich die Finanzierungslogik zwischen ambulant und stationär, wodurch sektorübergreifende Steuerung an Bedeutung gewinnt. Verlagerungsentscheidungen lassen sich damit nicht mehr isoliert betriebswirtschaftlich treffen. Sie müssen mit dem kantonalen Leistungsauftrag und der eigenen Investitionsplanung zusammengedacht werden. Die genauen Effekte je Haus sind heute noch nicht abschliessend einzuschätzen.
Was bedeutet «Ambulant vor Stationär» für unser Leistungsportfolio?
Bund und Kantone definieren Eingriffsgruppen, die grundsätzlich ambulant zu erbringen sind. Die Bundesliste umfasst seit Anfang 2026 19 Eingriffsgruppen. Mehrere Kantone führen darüber hinaus eigene, weitergehende Listen, weshalb sich die Prüfung immer am eigenen Standortkanton orientieren muss. Die ambulante Durchführung ist bei vielen elektiven Eingriffen zur Erwartung geworden und braucht Kapazitäten, die verlässlich verfügbar sind.

Ambulantisierung in der Praxis

Welche Fachbereiche eignen sich zuerst für eine Ambulantisierung?
In der Praxis beginnen Spitäler meist dort, wo hohe Fallzahlen auf standardisierbare Eingriffe treffen: Orthopädie und Handchirurgie, Ophthalmologie, Gynäkologie, Urologie, Allgemein- und Viszeralchirurgie im elektiven Spektrum sowie interventionelle Bereiche wie die Kardiologie. Entscheidend ist aber weniger die Fachrichtung an sich als die Kombination aus Fallzahl, Standardisierbarkeit, Tarifwirkung und der Frage, ob sich der Ablauf sauber vom stationären Betrieb entkoppeln lässt. Diese Priorisierung erarbeiten wir am konkreten Leistungsspektrum Ihres Spitals.
Wie unterscheiden sich Ambulatorium und ambulantes Zentrum?
Die Begriffe werden oft synonym verwendet, meinen aber unterschiedliche Reifegrade. Als Ambulatorium wird in der Schweiz üblicherweise die spitalambulante Sprechstunden- und Behandlungseinheit bezeichnet — organisatorisch an das Spital angebunden. Ein ambulantes Zentrum geht weiter. Es ist eine eigenständig geführte Einheit mit eigenem Betriebsmodell, eigener Prozesssteuerung und häufig eigener Rechtsform, in der auch operative Eingriffe durchgeführt werden. Für die Praxis entscheidend ist weniger die Bezeichnung als die Frage, wie eigenständig die Einheit in Führung, Personalplanung und Ablaufsteuerung tatsächlich ist.
Welche Kennzahlen sollte ein Spital im Rahmen der Ambulantisierung steuern?
Aus unserer Erfahrung sind es vier Gruppen: erstens Verlagerungskennzahlen (ambulanter Anteil je Eingriffsgruppe, Entwicklung über Zeit), zweitens Prozesskennzahlen (Durchlaufzeit, Wechselzeit, Auslastung der ambulanten Kapazität, Absagequote), drittens Wirtschaftlichkeit (Deckungsbeitrag je Eingriff und je Leistungsgruppe, Kosten pro Fall, Materialintensität), viertens Qualitäts- und Sicherheitsindikatoren (ungeplante Übernachtungen, Wiedereintritte, Komplikationen). Entscheidend ist, diese Zahlen ambulant getrennt vom stationären Betrieb zu führen, sonst verschwindet die ambulante Wirtschaftlichkeit in der Mischkalkulation.
Welche Rolle spielen die Kantone bei der Umsetzung?
Die Kantone spielen eine zentrale Rolle, da sie die Spitalplanung verantworten, Leistungsaufträge erteilen und die AvS-Vorgaben unterschiedlich ausgestalten. Zugleich sind sie an der Finanzierung stationärer Leistungen beteiligt, weshalb Verlagerungen in den ambulanten Bereich auch kantonale Interessen berühren. Eine Ambulantisierungsstrategie muss deshalb zur kantonalen Versorgungsplanung und zum eigenen Leistungsauftrag passen, sonst bleibt sie betriebswirtschaftlich richtig und regulatorisch wirkungslos.
Welche Spitäler profitieren besonders von einer Ambulantisierungsstrategie?
Besonders Häuser mit hohem elektivem Anteil, mit einem OP-Betrieb an der Kapazitätsgrenze oder mit anstehenden Bau- und Investitionsentscheidungen. Ebenso Spitäler, deren Standortrolle im kantonalen Versorgungsgefüge zur Diskussion steht. Dort entscheidet die ambulante Aufstellung mit darüber, welche Leistungen künftig wirtschaftlich am eigenen Standort bleiben.
Wann lohnt sich ein eigenes Ambulatorium?
Das lässt sich nur am konkreten Fall beantworten — entscheidend sind Fallzahlen im verlagerbaren Spektrum, Erlössituation nach neuer Tariflogik, verfügbare Flächen und die Frage, ob ambulante Abläufe wirklich vom stationären Betrieb getrennt werden können. Genau diese Rechnung stellen wir auf, bevor über Bau oder Organisation entschieden wird.

Zusammenarbeit mit RINKE+HENSSLER

Bietet RINKE+HENSSLER Spitalberatung in der Schweiz an?
Ja. Auf Basis fachlicher Gespräche und konkreter Projektansätze bauen wir unsere Beratung für Schweizer Spitäler gezielt aus. Mit der Gründung eines Schweizer Beirats haben wir diesen Weg strukturell verankert. Unsere Umsetzungserfahrung aus der deutschen Ambulantisierung kombinieren wir mit lokaler Einordnung und einem Netzwerk, das die Systemlogik der Schweiz kennt.
Wie startet ein Projekt mit RINKE+HENSSLER?
Mit einem unverbindlichen Erstgespräch. Darin klären wir Ausgangslage, Zielsetzung und Dringlichkeit. Daraus entsteht ein klar umrissener Auftrag — häufig zunächst eine fokussierte Potenzial- und Wirtschaftlichkeitsanalyse, die als Entscheidungsgrundlage für die Spitalleitung dient.
Wie lange dauert ein Projekt typischerweise?
Eine fokussierte Potenzial- und Wirtschaftlichkeitsanalyse liegt meist im Bereich weniger Wochen. Struktur- und Betriebskonzepte inklusive Flächenplanung brauchen mehrere Monate. Umsetzungsbegleitung erstreckt sich über die Projektlaufzeit hinweg, bewusst in Etappen, damit nach jedem Schritt eine Entscheidung möglich ist.
Brauchen wir bereits eine ambulante Strategie, um zu starten?
Nein. In vielen Fällen ist gerade das der Ausgangspunkt: Es gibt Handlungsdruck, aber noch kein belastbares Zielbild. Wir beginnen dann bei der Ausgangslage — Leistungsspektrum, Tarifwirkung, Kapazitäten — und entwickeln daraus gemeinsam die Strategie.
Arbeitet RINKE+HENSSLER auch mit öffentlichen Spitälern?
Ja. Wir arbeiten sowohl mit öffentlich-rechtlichen als auch mit privaten Trägern sowie mit ambulanten Leistungserbringern. Bei öffentlichen Spitälern berücksichtigen wir die spezifischen Rahmenbedingungen — kantonale Eigentümerinteressen, politische Entscheidungswege, Leistungsaufträge und Beschaffungsvorgaben.
Welche Rolle spielt der Schweizer Beirat in konkreten Projekten?
Der Beirat berät die Geschäftsführung von RINKE+HENSSLER — er übernimmt keine operative Rolle im Mandat und hat keine Entscheidungs- oder Kontrollfunktion. Sein Beitrag liegt in strategischer Einordnung, lokalem Sparring und der realistischen Bewertung von Marktentwicklungen. Erstes Mitglied ist Markus Rüdisüli, ehemaliger CEO und COO mehrerer Schweizer Spitäler.

Reden wir über Ihr Spital.Und über den sinnvollsten nächsten Schritt.

Ob Tarifwirkung, ambulante Potenziale, OP-Planung oder Spitalstrategie — in einem ersten Austausch klären wir, wo Ihr Haus heute steht und welche Schritte strategisch und operativ sinnvoll sind. Unverbindlich.

Ihr Ansprechpartner

Philipp Henssler

Geschäftsführer RINKE+HENSSLER GmbH

Gesundheitsökonom MBA · Ex-Klinikdirektor

Philipp Henssler

Baslerstrasse 60 · 8048 Zürich — vor Ort für Schweizer Spitäler