BO-Planung · Neubau · Umbau

Betriebs­organisation für Ihren Klinikneubau.Ein Haus, zwei Logiken:ambulant und stationär.

Erst der Betrieb, dann der Grundriss. Ein Neubau legt Wege, Schnittstellen und Personalbedarf für Jahrzehnte fest. Wir planen die Betriebsorganisation aus Sicht derer, die darin arbeiten werden: modular, je nachdem, in welcher Phase Ihr Projekt gerade steht.

Module, einzeln beauftragbar
9Module, einzeln beauftragbar
Phasen vom weißen Blatt bis zur Eröffnung
7Phasen vom weißen Blatt bis zur Eröffnung

Warum die Betriebsorganisation früh entschieden wird

Je früher die Betriebsorganisation geplant wird, desto größer der Einfluss und desto geringer die Kosten einer ÄnderungHIER WIRD DERBETRIEB FESTGELEGTStrategieZielLPH 1LPH 2-3LPH 4-5LPH 6-8Betrieb
  • Strategie und Ziel: Betreibermodelle, Wirtschaftlichkeit, gemeinsame Zielsetzung
  • LPH 1-3: Betriebskonzepte, Prozesse, Raumprogramm, BO-Review
  • Ab LPH 4: Umsetzen, prüfen, in Betrieb nehmen
Einfluss auf Betrieb und Kosten Kosten einer Änderung

Schematische Darstellung

Vom weißen Blatt bis zur Eröffnung

Der ganze Weg, und wo wir einsteigen.

Wer ganz am Anfang steht, braucht zuerst keine Grundrisse, sondern Antworten: welche Leistungen, welcher Standort, welches Gebäude. Wir begleiten den ganzen Weg oder steigen dort ein, wo Ihr Projekt gerade steht.

  1. Grundsatzbeschluss

  2. Förderantrag und Planerauswahl

  3. Freigabe des Programms

  4. Freigabe des Entwurfs

  5. Baugenehmigung

  6. Übergabe des Gebäudes

  7. Erster Patient

Ganz am Anfang? Dann beginnt der Weg nicht mit dem Gebäude, sondern mit Strategie und Standort: Leistungsportfolio, Szenarien von Neubau bis Konsolidierung, Wirtschaftlichkeit und Förderung. Darauf baut die Bedarfsplanung auf.

Jede Phase endet mit einer Entscheidung. Wir bereiten sie vor: mit Varianten, Folgen für Betrieb, Kosten und Termine und einer Vorlage, die Träger und Gremien tragen können.

Wo steht Ihr Projekt?

Jede Phase braucht andere Module.

Wählen Sie die Phase, in der Ihr Projekt gerade steht. Sie sehen, womit wir typischerweise einsteigen und was begleitend dazukommt. Jedes Modul ist einzeln beauftragbar.

Phase 4 · LPH 2-3

Vor- und Entwurfsplanung

Erste Grundrisse liegen vor. Jetzt fällt die Lage der Bereiche je Ebene, und damit werden Wege, Schnittstellen und Personalbedarf für Jahrzehnte festgelegt.

Trägt der Grundriss den Betrieb, der darin stattfinden soll?

Einstieg

Ergebnis: Ein geprüfter Planstand, eine Konfliktliste mit Varianten und Entscheidungsvorlagen, bevor der Entwurf festgeschrieben wird.

Alle Module im Detail
Die Module

Von der ersten Strategiefrage bis zum ersten Betriebstag.

Neun Module, die aufeinander aufbauen, aber nicht voneinander abhängen. Die Leiste über jedem Modul zeigt, in welchen Projektphasen es typischerweise läuft.

Weißes Blatt bis Zielplanung

Strategie und Standortkonzept

  • Medizinstrategie und Leistungsportfolio: was künftig ambulant, hybrid oder stationär erbracht wird, getrieben von Hybrid-DRG, AOP, Leistungsgruppen und Notfallreform
  • Szenarien: Neubau, Umbau im Bestand oder Konsolidierung von Standorten
  • Masterplan mit Bauabschnitten als Zielbild
  • Wirtschaftlichkeit, Finanzierung und Förderung als Vorlage für Träger und Gremien

Eine tragfähige Entscheidung für den richtigen Weg, bevor über Grundrisse gesprochen wird.

Weißes Blatt bis Grundlagen

Leistungs- und Bedarfsplanung

  • Leistungs- und Fallzahlprojektion bis zum Eröffnungshorizont, getrennt nach ambulant und stationär
  • Kapazitäten: Betten, OP-Säle, Eingriffsräume, Behandlungsplätze
  • Bedarfsplanung als Vorgabe für Wettbewerb und Planerauswahl
  • Grundlagen für Förderantrag und Investitionsentscheidung

Ein Kapazitätsgerüst, das Vorstand, Träger und Fördergeber gleichermaßen trägt.

Zielplanung bis Vor- und Entwurf

Funktions- und Raumprogramm

  • Funktionsprogramm mit Zonen, Zuordnungen und Wegelogik
  • Funktionspiktogramm als gemeinsame Sprache mit der Architektur
  • Raumprogramm nach DIN 277: förderfähige stationäre Flächen sauber abgegrenzt, ambulante und gemeinsam genutzte Bereiche von Anfang an mitgeplant
  • Fortschreibung über die Planungsphasen

Eine Vorgabe, mit der die Architektur direkt weiterarbeiten kann.

Grundlagen bis Genehmigung

Betriebskonzepte je Bereich

  • Notaufnahme mit Ersteinschätzung, Schockraum, KV-Notdienstpraxis und Abfluss
  • OP, Herzkatheterlabor, Bildgebung und Intensiv mit ihren Schnittstellen
  • Ambulante Pfade und Sprechstunden neben der stationären Logik, gemeinsam genutzte Funktionsbereiche mit Belegungslogik
  • Logistik: Ver- und Entsorgung, Sterilgut, Speisen, Betten

Abläufe, die vor dem Grundriss stehen und von den Leitungen der Disziplinen freigegeben sind.

Grundlagen bis Genehmigung

BO-Review und Grundsatz­entscheidungen

  • Prüfung des Planstands gegen Leistungsdaten, Patientenströme und Spitzenlasten
  • Lage der Bereiche je Ebene, Wege, Aufzüge, Geschosshöhen und TGA
  • Strukturierte Gespräche mit Disziplinen, Pflege und Funktionsdiensten
  • Konfliktliste mit Varianten und Entscheidungsvorlagen

Grundsatzentscheidungen, bevor der Entwurf festgeschrieben ist.

Zielplanung bis Vor- und Entwurf

Kapazität und Simulation

  • Ambulante und stationäre Patientenströme in denselben Funktionsbereichen, auf Basis der Grundrisse
  • Spitzenlasten, Wartezonen und Puffer
  • Personaleinsatz und Schichtmodelle im neuen Gebäude
  • Varianten vergleichen, bevor gebaut wird

Ein Nachweis, dass der Neubau auch am Montagvormittag trägt.

Vor- und Entwurf bis Vergabe und Bau

Nutzerprozess und BO-Begleitung

  • Nutzergremien mit klaren Entscheidungswegen
  • Freigaben je Planungsstand
  • Änderungsmanagement mit Folgenbewertung für Betrieb, Kosten und Termine
  • Mitarbeit im Planerteam, auch beim Bauen im laufenden Betrieb

Verbindliche Nutzerentscheidungen und weniger Umplanungen in späten Phasen.

Genehmigung bis Vergabe und Bau

Raumbuch, Medizintechnik und Ausstattung

  • Raumbuch aus Betreibersicht fortschreiben
  • Medizintechnik- und Ausstattungsplanung
  • Unterstützung bei Ausschreibung und Vergabe
  • Kostenverfolgung für die Ausstattung

Räume, die so ausgestattet sind, wie in ihnen gearbeitet wird.

Vergabe und Bau bis Inbetriebnahme

Inbetriebnahme und Umzug

  • Inbetriebnahmeplanung mit Verantwortlichkeiten
  • Verfahrensanweisungen, Schulungen und Probebetrieb
  • Umzugsplanung für Patienten, Teams und Ausstattung
  • Begleitung der Eröffnung und Nachjustierung in den ersten Monaten

Ein Haus, das vom ersten Tag an planmäßig arbeitet.

Viele Disziplinen, ein Gebäude

Die schwierigen Fragen liegen zwischen den Bereichen.

Jede Fachabteilung kennt ihren eigenen Bedarf. Ob der Neubau trägt, entscheidet sich an den Schnittstellen: Wege, gemeinsam genutzte Räume, Aufzüge, Spitzenlasten und der Übergang zwischen ambulanter und stationärer Versorgung. Wählen Sie einen Bereich im Schnitt.

Ein Klinikbau ist heute ambulant und stationär zugleich. Die Förderung folgt der stationären Leistung, der Betrieb muss trotzdem beides können.

E4+
E3
E2
E1
E0
E-1
gewählt kritische Schnittstelle Gelände Stationär Ambulant Ambulant und stationär
Schematischer Schnitt eines Akutkrankenhauses mit ambulanten und stationären Bereichen. Die Verortung ist ein Beispiel, sie wird im Projekt geprüft.

Notaufnahme

Ambulant und stationär

Wird gesteuert, bevor behandelt wird?

Ersteinschätzung am Eingang, getrennte Wege für Rettungsdienst und Selbstvorsteller, ein Fast Track für leichte Fälle und ein geregelter Abfluss auf die Stationen.

Kritische Schnittstellen

Mehr zu Notaufnahme und INZ
Nutzerprozess und Rollen

Das Klinikum entscheidet. Wir bereiten die Entscheidungen vor.

In einem Neubau reden viele mit. Wir übersetzen ihre Anforderungen in Planungsvorgaben und sorgen dafür, dass jeder Planungsstand mit dokumentierter Freigabe in die nächste Phase geht.

Der Takt je Planungsstand

  1. 1PlanstandDie Architektur legt den Planstand der aktuellen Leistungsphase vor.
  2. 2NutzerrundenDisziplinen, Pflege und Funktionsdienste prüfen ihre Bereiche.
  3. 3RINKE+HENSSLERBO-BewertungWir bewerten Betrieb, Kosten und Termine und bereiten Varianten auf.
  4. 4NutzergremiumDas Gremium entscheidet auf Basis einer Vorlage, nicht im Workshop.
  5. 5ErgebnisFreigabeDokumentiert und verbindlich: Grundlage der nächsten Phase.

Änderungswunsch nach der Freigabe? Er geht nicht direkt in die Planung, sondern zurück in die BO-Bewertung, mit Folgen für Betrieb, Kosten und Termine.

Wer macht was im Projekt

  • entscheidet

    Klinikum

    Vorstand, Klinikdirektionen und Pflegedirektion. Je nach Trägermodell Bauherr oder Nutzer des Gebäudes.

  • formulieren Anforderungen

    Nutzer

    Kliniken, Pflege, Funktionsdienste, Klinikservice und Technik.

  • übersetzt und prüft

    RINKE+HENSSLER

    Anforderungen als Planungsvorgaben, Prüfung jedes Planstands, Vorbereitung und Moderation der Gremien.

  • planen das Gebäude

    Architektur und Fachplanung

    Objektplanung, technische Gebäudeausrüstung, Medizintechnik, Tragwerk.

  • steuert das Projekt

    Projektsteuerung

    Kosten, Termine, Qualität und Verträge.

Betriebsorganisationsplanung gehört nicht zu den Grundleistungen der Objektplanung nach HOAI. Sie wird gesondert beauftragt, ergänzt die Planung und ersetzt keine der anderen Rollen.

Aus der Praxis

Jedes Projekt startet woanders.

Eine Auswahl aus Neubau, Umbau und Inbetriebnahme. Die Punkte zeigen, welche Module im Projekt beauftragt waren. Referenzgespräche mit Entscheidern vermitteln wir gern.

  • Integriertes Notfallzentrum

    Prozessarchitektur, Raumprogramm und Simulation als Planungsgrundlage, mit der die Architektur direkt weiterarbeitet.

    • Programm
    • Betriebskonzepte
    • Simulation
  • Universitätsmedizin, neue ambulante Areale

    Strategie-Workshop mit allen Führungskräften einschließlich der Ordinarien, Business Cases, Funktionsprogramm und Zonenplanung.

    • Strategie
    • Programm
    • Betriebskonzepte
  • Herzkatheterbereich mit ambulantem Pfad

    Ablauflogik vor den baulichen Entscheidungen, chefärztlich freigegeben, Umsetzung bis zur Inbetriebnahme.

    • Programm
    • Betriebskonzepte
    • Inbetriebnahme
  • OP-Areale im laufenden Betrieb

    Neu- und Umbau in einem Klinikverbund: Nutzeranforderungen als Planungsvorgaben, Baubegleitung, Vorbereitung der Inbetriebnahme.

    • Betriebskonzepte
    • Nutzerprozess
    • Inbetriebnahme
  • Sektorenübergreifendes Gesundheitszentrum

    Neubau mit Station, OP-Areal und Facharztpraxen, Übergang aus dem Interimsbetrieb ohne Bruch.

    • Strategie
    • Programm
    • Betriebskonzepte
    • Nutzerprozess
    • Raumbuch
  • Privatklinik in Modulbauweise

    Vom Medizinkonzept und der Wirtschaftlichkeitsrechnung über Ausstattung und Baubegleitung bis zur Eröffnung.

    • Strategie
    • Programm
    • Betriebskonzepte
    • Raumbuch
    • Inbetriebnahme
  • Spitalneubau in der Schweiz

    Projekterfahrung unseres Senior-Fachexperten: Notfallzentrum, IMC und Stroke Unit, Intensivmedizin, Nutzergremien.

    • Betriebskonzepte
    • Nutzerprozess
Wer dahinter steht

Vom Betreiber zum BO-Planer und Sparringspartner.

Wir haben Kliniken und OP-Zentren selbst geführt, gebaut und in Betrieb genommen. Vor Ort begleitet ein erfahrener Berater aus dem Klinikbetrieb das Projekt und führt die Nutzergremien.

Philipp Henßler

Philipp Henßler

Geschäftsführer · Gesundheitsökonom MBA

  • Ehemaliger Klinikdirektor, davor Leitung Klinikservice mit Bau und Technik.
  • Betriebsorganisation, Nutzerprozess, Baubegleitung und Inbetriebnahme.
Jascha Rinke

Jascha Rinke

Geschäftsführer · Gesundheitsökonom MBA

  • Mitgründer und ehemaliger geschäftsführender Gesellschafter der Praxisklinik im Südpark.
  • Medizin- und Leistungskonzepte, OP-Prozesse, Betreibermodelle und Wirtschaftlichkeit.
Martin Zebulka-Rinke

Martin Zebulka-Rinke

Senior Partner · Facharzt für Anästhesiologie

  • Hat die Planung der Praxisklinik im Südpark federführend vorangetrieben.
  • Ärztliche Perspektive in Notfall-, OP-, Anästhesie- und Funktionsbereichen.
Karsten Richter

Karsten Richter

Senior-Fachexperte Akutmedizinische Prozesse & Spital- und Klinikplanung

  • Hat die Planung eines der modernsten Spitäler Europas maßgeblich mitgestaltet, eines international ausgezeichneten Neubaus in der Schweiz.
  • Langjährige Führungsverantwortung in der Akutmedizin: Notfallzentrum, IMC und Stroke Unit, Intensivstation.

Interdisziplinäres Team, je nach Modul

  • Medizin

    Fachärzte für Anästhesiologie und Kardiologie

  • Pflege und Akutmedizin

    Notfall, IMC, Intensiv, Stationen, Funktionsdienste

  • Klinikservice und Logistik

    Ver- und Entsorgung, Sterilgut, Reinigung, Speisen

  • Architektur

    Funktions- und Raumprogramm, Wegekonzepte

  • Technik

    TGA, Medizintechnik, Raumbuch

  • Daten und Kapazitäten

    Leistungsdaten, Projektion, Simulation, Benchmarking

  • Wirtschaftlichkeit

    Investitions- und Betriebskosten, Förderung

  • Recht

    Medizinrecht sowie Bau- und Architektenrecht

Häufige Fragen

Was Kliniken vor dem Neubau wissen wollen.

Reden wir über Ihr Bauprojekt.In welcher Phase es auch steht.

Ob weißes Blatt, Zielplanung, ein vorliegender Entwurf oder die anstehende Inbetriebnahme: In einem ersten Gespräch klären wir, wo Ihr Projekt steht und welches Modul jetzt den größten Hebel hat. Für Notaufnahme, OP und ambulante Bereiche genauso wie für Kardiologie und Herzkatheterlabor.

Ihr Ansprechpartner

Philipp Henßler

Geschäftsführer RINKE+HENSSLER GmbH

Philipp Henßler

Düsseldorf · Kirchheim unter Teck